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Vermeintlicher Anruf von Polizist oder Freund - drei Fälle Trickbetrügen

Archivartikel

Schifferstadt.In und um Schifferstadt haben sich am Donnerstag in drei Fällen Trickbetrüger als vermeintliche Polizeibeamte, Familienmitglied oder Freund ausgegeben. Wie die Polizei mitteilte, forderten die Anrufer jeweils mehrere zehn Tausend Euro. In einem der Fälle hatte sich ein männlicher Anrufer gegenüber der Frau zunächst als Freund des Ehemannes ausgegeben.

Wegen eines Wohnungskaufs benötige er Geld. Es sollte zu einer Außenstelle des "Notares" gebracht werden. Der Notar existierte natürlich nicht. Später meldete sich ein weiterer Anrufer bei der Dame. Dieser gab vor, von der Kriminalpolizei zu sein und gelangte durch geschickte Gesprächsführung an die Adresse des Ehepaars. Letztlich ist in keinem Fall ein Schaden entstanden, weil die Betrugsmaschen durchschaut wurden.

Worauf ist zu achten? Mit wenigen Kernbotschaften und Merksätzen gibt die Polizei Tipps, wie sich Opfer gegen Betrüger wehren können sich dabei als äußerst effektiv erweisen:

  1. Geben Sie keine vertraulichen Daten preis. Die Polizei ruft niemals mit der 110 an und fordert sensible Daten oder Wertsachen und Bargeld ein.
  2. Seien Sie wachsam. Misstrauen ist keine Unhöflichkeit sondern gesunde Vorsicht.
  3. Lassen Sie sich nicht überrumpeln. Sollte ein vermeintlicher Amtsträger vor Ihrer Türe stehen, lassen Sie ihn nicht ins Haus. Nutzen Sie vor allem mechanische Sicherheitsvorkehrungen wie beispielsweise Spione um sich einen Eindruck von der Situation zu verschaffen und
  4. Starten Sie einen Sicherheitsanruf. Wenn vermeintliche Polizeibeamte bei Ihnen anrufen, geben Sie keine Informationen heraus und rufen Sie zur Überprüfung bei der nächsten Polizeiinspektion an. Scheuen Sie sich nicht im Zweifel auch die 110 zu wählen. Drücken Sie dabei nicht auf die Rückruftaste sondern wählen Sie die Nummer explizit neu.
  5. Informieren Sie Nachbarn oder Angehörige. Sollten Sie nicht sicher sein, ob es sich um einen Betrugsversuch handelt, informieren Sie Sicherheitshalber eine weitere Person. Häufig veranlasst dies die Täter von ihrer Betrugsabsicht Abstand zu nehmen.
  6. Jeder ist betroffen. Falsche Amtsträger sind kein Phänomen, das nur Senioren betrifft. Seien Sie auch als Außenstehende wachsam und sensibel. Sollten Sie Kenntnis von ungewöhnlichen Anrufen, Besuchen oder Forderungen erlangen, helfen Sie den Betroffenen und informieren Sie die Polizei.
  7. Seien Sie nicht nur bei falschen Polizeibeamten vorsichtig. Betrüger geben sich auch als andere Amtsträger, wie beispielsweise Staatsanwälte oder Gerichtsvollzieher aus. Seien Sie außerdem nicht nur bei Anrufen wachsam. Ein falscher Amtsträger kann auch direkt zu Ihnen nach Hause kommen und Sie an der Haustüre ansprechen oder sich per Post an Sie wenden.
  8. Erstatten Sie Anzeige. Informieren Sie immer die Polizei Rheinland-Pfalz. Nur indem wir Kenntnis von den Betrugsversuchen erhalten, können wir die Täter ermitteln.
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