Metropolregion

Verkehr Bundesweiter Kontrolltag soll Fahrer aufrütteln

Viele Verstöße im Lkw-Führerhaus

Rhein-Neckar.Unter dem Motto „Brummis im Blick“ haben sich am Donnerstag Beamte der Präsidien Mannheim, Südhessen und Rheinpfalz sowie der Direktion Worms am bundesweiten Aktionstag „sicher.mobil.leben“ beteiligt. „Im Fokus der Aktion stand nicht die Repression, sondern der präventive Charakter. Wir wollen mit den Fahrern ins Gespräch kommen und sie motivieren, sich an die Vorschriften zu halten“, berichtet ein Sprecher der Mannheimer Polizei.

Bei 100 gestoppten Fahrzeugen beanstandeten die Mannheimer Teams elf Mal die Ladungssicherung. Zehn Mal seien die Lenkzeiten überschritten worden und ein Fahrer war ohne Führerschein aber mit einem entwendeten Kennzeichen in der Mannheimer Innenstadt unterwegs. In Südhessen nahm die Polizei 21 Schwerfahrzeuge unter die Lupe, nur zwei blieben ohne Beanstandung. So fiel ein 43-jähriger Ukrainer wegen erheblichen Verstößen gegen die Lenkzeit sowie einem manipulierten Fahrtenschreiber auf. Er durfte erst nach Zahlung einer Sicherheitsleistung von 1500 Euro weiterfahren. Auf einen 52-jährigen Sattelzuglenker aus der Südpfalz kommt ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Fälschung technischer Aufzeichnungen zu, weil er eine falsche digitale Fahrerkarte benutzt haben soll. Da dies mit dem Wissen seines Chefs geschah, droht auch diesem ein Strafverfahren.

Im Bereich des Präsidiums Rheinpfalz überprüfte die Polizei 140 Lkw, 74 wurden nach Angaben einer Sprecherin beanstandet. Drei Lkw-Lenker mussten wegen mangelhafter Ladungssicherung sogar eine Zwangspause einlegen. Die Wormser Polizei kam bei 63 gestoppten Lastern auf 23 Verstöße. Ein Fahrer hatte sich mit Betäubungsmitteln im Blut hinters Steuer seines Brummis gesetzt. 

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