Metropolregion

Prozessvorschau für Landgericht Mannheim und Landgericht Frankenthal

Von Kindesmissbrauch bis Drogenhandel

Mannheim/Frankenthal.Um schweren sexuellen Kindesmissbrauch geht es in einem Prozess vorm Mannheimer Landgericht. Auftakt ist am Mittwoch, 6. November, 9 Uhr (Aktenzeichen 5 KLs 716 Js 26074/16). Der angeklagte 44-Jährige soll 2012 zwei Personen in Südostasien damit beauftragt haben, ihm ein Mädchen von maximal 13 Jahren zu vermitteln. Dabei habe er die Absicht gehabt, kinderpornografische Bilder und Videos anzufertigen, so die Mitteilung des Gerichts. Zwischen Ende 2012 und Mai 2013 soll der Mann sich dann zweimal mehrere Wochen in Südostasien aufgehalten haben. Während dieser Zeit habe er mehrmals sexuelle Handlungen an einem Mädchen unter 14 Jahren vorgenommen, das ihm seine Kontaktpersonen vermittelt hatten. Dabei seien Bilder und Videos entstanden.

Versuchter Totschlag ist Gegenstand einer Gerichtsverhandlung vor der Jugendkammer des Landgerichts Mannheim, die am 6. November um 9 Uhr beginnt (7 KLs 700 Js 13729/19). Zwei damals 18 Jahre alte Männer sollen an einem Abend im April zwei andere junge Männer mit Messern angegriffen und verletzt haben. Sie sollen laut Anklage von einem zum Tatzeitpunkt 14-Jährigen gerufen worden sein, der sich mit ihrer Hilfe an den beiden Opfern revanchieren wollte. Diese hatten in einem vorangegangenen Streit mit dem 14-Jährigen die Oberhand behalten. Die Angeklagten hätten mit „bedingtem Tötungsvorsatz“ gehandelt, heißt es in der Prozessvorschau des Landgerichts.

Weil er besonders schwere Fälle von Diebstahl begangen haben soll, steht ein 30-Jähriger ab 11. November, 9.30 Uhr, vorm Landgericht Frankenthal (Aktenzeichen 3 KLs 5470 Js 40449/18). Die Staatsanwaltschaft legt dem Mann zur Last, zwischen Oktober 2018 und April 2019 in Limburgerhof und andernorts mehrere Autos gestohlen zu haben. So soll der Angeklagte im Oktober 2018 in Isenbüttel einen Pkw im Wert von rund 40.000 Euro, im November 2018 in Limburgerhof ein Fahrzeug im Wert von etwa 31.000 Euro sowie im Januar 2019 in Nordhausen Fahrzeuge im Wert von rund 40.000 und 50.000 Euro entwendet haben. Auch in Neustadt, Maxdorf und Groß-Röhrsdorf soll der Mann laut Anklage Autos gestohlen haben. Dabei soll er sich mit weiteren Personen zu einer Diebesbande zusammengetan haben.

Zwei Mittdreißiger stehen ab 18. November, 9 Uhr, wegen Verdachts des unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge  vorm Landgericht Mannheim (Aktenzeichen 5 KLs 804 Js 14756/19). Einem der beiden Männer wird zur Last gelegt, von Anfang 2019 bis Mitte Mai in sechs Fällen Betäubungsmittel an unterschiedliche Abnehmer in Mannheim und Umgebung verkauft zu haben. Laut Anklage geht es dabei um den Verkauf von etwa 1,6 Kilogramm Marihuana und 560 Gramm Amphetamin. In der Wohnung des zweiten Angeklagten in Viernheim sollen die beiden im Mai zudem rund sieben Kilogramm Marihuana, ein Kilogramm Amphetamin sowie 76 Gramm Kokain aufbewahrt haben. Auch diese Drogen seien zum gewinnbringenden Weiterverkauf bestimmt gewesen. Darüber hinaus sollen in unmittelbarer Nähe der Betäubungsmittel jederzeit griffbereit eine ungeladene Schreckschusswaffe, ein Messer mit feststehender Klinge sowie ein Einhandmesser aufbewahrt worden sein.

Weil er im Verdacht steht, eine gefährliche Körperverletzung begangen zu haben, beginnt am 19. November um 9 Uhr ein Verfahren gegen einen 1985 geborenen Mann am Landgericht Mannheim (Aktenzeichen 6 KLs 201 Js 21561/18). Der Angeklagte, der sich in Untersuchungshaft befindet, soll im Juni 2018 in einer Tiefgarage in Mannheim mit zwei weiteren Personen Alkohol und Drogen konsumiert haben. Laut Anklage soll er dabei grundlos eine der Personen angegriffen und diese geschlagen haben. Schließlich soll der Angeklagte mit einem Fleischerbeil auf sein Opfer losgegangen sein und ihm mehrere Schnittwunden an Oberkörper und Gesicht zugefügt haben. Der Angegriffene habe schließlich fliehen können.