Metropolregion

Langwieriger Streit um Aufnahme eines straffälligen Flüchtlings beendet 

Vorbestrafter Flüchtling kehrt freiwillig nach Somalia zurück

Haßloch. Mit der freiwilligen Rückkehr nach Somalia hat der langwierige Streit um die Aufnahme eines straffälligen Flüchtlings in der pfälzischen Gemeinde Haßloch ein Ende gefunden. Der Mann habe Deutschland am Montagabend an Bord eines Flugzeugs verlassen und sei am Dienstag in Mogadischu eingetroffen, teilte die Kreisverwaltung Bad Dürkheim mit. "Es war ein längerer Prozess, bis zu diesem Schritt", erklärte Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld (CDU). "Die freiwillige Ausreise ist die beste Option, sowohl für den Landkreis, als auch für die Gemeinde Haßloch."

Die Gemeinde Haßloch war nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Trier zur Unterbringung des straffälligen Flüchtlings verpflichtet, dessen Asylantrag abgelehnt wurde. Der Mann war wegen Sexualdelikten und Beleidigungen zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Nach seiner Freilassung wies ihn der Kreis Bad Dürkheim der Gemeinde Haßloch zur Unterbringung zu. Haßloch legte Widerspruch dagegen ein, scheiterte aber sowohl mit einem Eilantrag als auch Ende Juni mit dem Hauptverfahren. Ebenfalls Ende Juni fand dann eine Anhörung des Mannes in der somalischen Botschaft statt. Dies führte nach Angaben des Kreises dazu, dass der somalische Staatsbürger Rückreisepapiere für sein Heimatland erhielt. (dpa)