Metropolregion

Freizeit Der 63 Kilometer lange „Pälzer Keschdeweg“ lässt sich auf verschiedenen Etappen und Thementouren erkunden / Auch Führungen möglich

Wandern entlang der Kastanienwälder

Neustadt.Beeindruckende Schlösser und geheimnisvolle Burgruinen, bizarre Felsen und romantische Weindörfer, gemütliche Gaststätten und urige Waldhäuser – der genau 62,8 Kilometer lange „Pälzer Keschdeweg“ vom Deutschen Schuhmuseum in Hauenstein über Annweiler (14 Kilometer), Albersweiler (31 km) und Edenkoben (46 km) zum Eisenbahnmuseum in Neustadt (63 km) lässt nirgendwo Langeweile aufkommen. Die Wanderung führt durch prächtige Esskastanienwälder, die im Juni in voller Blüte stehen und im Herbst ihre Früchte anbieten.

Der Hauptweg mit seinen 1437 Höhenmetern bergauf und 1540 Metern bergab wird durch zwei Varianten ergänzt: die „Genusstour“ von der St. Anna-Kapelle bis Weyher und die „Pfälzerwald-Tour“ über Dernbach und Ramberg zum „Schweizerhaus“ über Weyher. Einen exakten Wanderführer über den „Keschdeweg“, der seinen pfälzischen Namen dem „Baum des Jahres 2018“ verdankt, kann man bei der Tourist-Information der Südlichen Weinstraße (Telefon 06341/940 407) anfordern. Er bietet Wegbeschreibung und Höhenprofil, Vorschläge für Tagesetappen und Tipps für eine Einkehr.

Schuhe in allen Facetten

Unterwegs wartet auf die Wanderer eine Vielzahl von Eindrücken aller Art – so schon in Hauenstein mit dem Deutschen Schuhmuseum, dem Pfälzer Sportmuseum unter demselben Dach, der Gläsernen Schuhfabrik, der „Schuhmeile“ oder der St. Katharinenkapelle mit der ältesten Holzplastik der Pfalz aus dem 14. Jahrhundert. Es folgen auf dem Weg zur Rheinebene eindrucksvolle Felsformationen am Wegrand wie die Geiersteine und der Asselstein, der Hornstein und der Schuhmacherfelsen oder sehenswerte Stadtansichten wie die idyllische Gerbergasse in Annweiler.

Der Trifels bei Annweiler, die Madenburg bei Eschbach, der Slevogthof in Leinsweiler, die Wittelsbacher-Sommerresidenz Villa Ludwigshöhe und das Friedensdenkmal bei Edenkoben, die Rietburg und die romantische Theresienstraße in Rhodt und das Hambacher Schloss – dazu als preiswerte Einkehrmöglichkeiten die Rietania-Hütte oder die Klausentalhütte: Der „Pälzer Keschdeweg“ bietet zu fast allen Jahreszeiten lohnenswerte Etappenziele.

Spezielle „Keschde“-Führungen gibt es auch außerhalb dieses Weges: Die Kastanienblüte soll am 16. Juni im Kurpark in Bad Bergzabern, am 17. Juni im Trifels-Wald in Annweiler für einen Treff der Naturfreunde sorgen. Im Oktober stehen dann überall, wo in der Pfalz diese von den alten Römern importierten Bäume wachsen, „Keschdefeschde“ auf dem Terminplan. Zu den Führungen kann man sich anmelden unter Telefon 06346/2200 oder per E-Mail unter info@trifelsland.de