Metropolregion

Messerattacke Ermittler gehen von heimtückischer Tat aus

Wegen Mordes angeklagt

Archivartikel

FRankenthal.Nach der tödlichen Messerattacke auf einen 51-Jährigen vor dem Ostparkbad hat die Staatsanwaltschaft Frankenthal Anklage wegen Mordes gegen einen 26-Jährigen erhoben. Der in Mannheim geborene Mann mit türkischer Staatsangehörigkeit soll am 8. Januar einen Landsmann mit mehreren Messerstichen tödlich verletzt haben.

Der Angeschuldigte habe den Boxtrainer nach dem Training abgepasst und mit ihm gemeinsam die Sporthalle verlassen. „Dann hat er mit einem verdeckt getragenen Messer zugestochen. Deshalb gehen wir davon aus, dass das Opfer zum Zeitpunkt des Angriffs arg- und wehrlos war“, berichtet Behördenleiter Hubert Ströber im Gespräch mit dieser Zeitung. Damit sei das Mordmerkmal der Heimtücke erfüllt. Zudem umfasse die Anklage eine Körperverletzung mit Nötigung, die der Türke im Oktober 2017 in Ludwigshafen begangen haben soll.

Weitere Verdächtige

Der 26-Jährige sei bereits mehrfach im Bereich der Gewaltkriminalität strafrechtlich in Erscheinung getreten. Zum Motiv für die Messerattacke kann Ströber aber nichts sagen. „Es hat schon früher Streit zwischen den Männern gegeben. Allerdings schweigt der Angeschuldigte bislang.“ Es bleibe abzuwarten, ob er dies auch in der Hauptverhandlung tue. Ein Termin stehe nicht fest, da das Landgericht noch nicht über die Zulassung der Anklage entschieden habe. Zudem werde im Umfeld des 26-Jährigen gegen mehrere – der Anklagebehörde namentlich bekannte – Personen ermittelt. Sie stehen im Verdacht, an dem Mord möglicherweise beteiligt gewesen zu sein.

Wie berichtet, war der 26-Jährige zunächst geflüchtet und drei Tage später in der Schweiz festgenommen worden. Das 51 Jahre alte Opfer war nach dem Angriff notoperiert worden und später in der Klinik seinen Verletzungen erlegen.