Metropolregion

Landwirtschaft Deutlich geringere Erträge in der Region

Weinlese früh beendet

Archivartikel

Rhein-Neckar.Ungewöhnlich früh ist die Weinlese zu Ende gegangen - und fast überall gab es bei den Winzern lange Gesichter. Denn die Frühjahrsfröste und auch Hagel sorgten dafür, dass in diesem Jahr viele Fässer leer bleiben: Die Ertragsschätzungen für die 13 deutschen Anbaugebiete liegen um rund 18 Prozent niedriger als 2016. "Sehr gut - aber wenig", so schätzen beim Deutschen Weininstitut (DWI) die Experten die Weinlese 2017 ein.

"An der Deutschen Weinstraße ist praktisch alles abgeerntet," sagte Jürgen Oberhofer vom Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) in Neustadt. "Kaum ein Winzer wartet wegen Auslesen oder Eiswein ab - das macht man nur, wenn mengenmäßig große Ernte zu verzeichnen sind." Deshalb werde es in diesem Jahr allenfalls bei Spezialisten neuen Eiswein geben.

In Rheinhessen gingen die Erträge gegenüber dem Vorjahr um rund 20 Prozent auf 2,05 Millionen (minus 500 000) Hektoliter zurück. Ähnlich kamen die Pfälzer mit einem Ertrag von 1,8 Millionen Hektolitern davon - 2016 waren es noch mehr als 2,2 Millionen Hektoliter. An der Hessischen Bergstraße sieht es ähnlich aus: Statt 31 000 wie sonst nur rund 25 000 Hektoliter. (rs)