Metropolregion

Busunglück mit 44 Verletzten in Eberbach

„Wir gehen von Augenblicksversagen des Busfahrers aus“

Archivartikel

Eberbach. Die Ursache für das schwere Busunglück in Eberbach war wohl ein Augenblicksversagen des Fahrers. Davon geht die Staatsanwaltschaft Heidelberg derzeit aus. Am Freitagmorgen legte der Sachverständige der Behörde sein Gutachten vor. Demnach schließt der Fachmann technische Mängel an dem Bus zum Zeitpunkt des Unglücks aus. Laut Gutachter hatte der Bus zum Zeitpunkt der Kollision mit der Hauswand ein Tempo von etwa 35 Stundenkilometern, war also auf der abschüssigen Straße geringfügig schneller als die dort erlaubten 30 Stundenkilometer. „Wir gehen deshalb von einem Augenblicksversagen des Busfahrers aus“, sagte Tim Haaf, Sprecher der Heidelberger Staatsanwaltschaft, dieser Zeitung. Der Busfahrer habe sich im Zuge der Ermittlungen noch nicht geäußert. Die Staatsanwaltschaft prüft nun das weitere Vorgehen. Das hänge von unterschiedlichen Rahmenbedingungen ab.

Bei dem Busunglück am 16. Januar waren insgesamt 44 Menschen verletzt worden, acht davon schwer. Ein 17-jähriger Schüler befindet noch immer in medizinischer Behandlung. Es gehe ihm aber von Tag zu Tag besser, hieß es. Der Bus der Linie 821 von Waldbrunn nach Eberbach war überwiegend mit Schülern besetzt gewesen, als das Fahrzeug in einer abschüssigen Straße in einer leichten Linkskurve gegen die Hauswand eines Wohn- und Geschäftshauses krachte. Das Unglück hatte eine großangelegte Rettungsaktion ausgelöst.

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