Metropolregion

Ehrenamt Freiwilligentag der Metropolregion Rhein-Neckar findet am 19. September trotz Corona-Krise statt

„Wir schaffen was“ mit Abstand

Rhein-Neckar.Im Kloster Unkraut jäten, auf dem Schulhof eine Bienenwiese anlegen oder ein Hochbeet bauen – all das sind Projekte, die beim Freiwilligentag der Metropolregion Rhein-Neckar am 19. September 2020 stattfinden können. Trotz der Corona-Krise. „Wir wollen im herausfordernden Corona-Jahr ein Zeichen der Kontinuität setzen, und dabei Bleibendes schaffen“, betont Michael Heinz, Vorstandsvorsitzender des Vereins Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar. Bei der Vorstellung der Planungen im pfälzischen Mutterstadt berichten die Verantwortlichen, dass sich schon 22 Projekte in 22 Kommunen angemeldet haben.

Bei der siebten Auflage des Helfer-Festivals soll es neben den „Anfass“-Projekten erstmals digitale Angebote geben. An der Botschaft habe sich nichts geändert: Ehrenamtliches Engagement fördern und sichtbar machen, Herzensprojekte verwirklichen und Glücksgefühle bescheren. Die Möglichkeiten tatkräftig mitzuhelfen und gemeinsam Gutes zu tun, seien trotz der Corona-Auflagen vielfältig. „Anpacken mit Abstand und Umsicht lautet die Devise“, sagt Heinz.

Wie das aussehen kann, berichtet der Mutterstadter Michael Hemberger: „Wir möchten auf dem Schulhof der Mandelgraben-Grundschule die Spielgeräte neu streichen, im Hof Wildobstbäume pflanzen und eine Bienenwiese anlegen. Dabei haben die Helfer jede Menge Platz und sind an der frischen Luft.“ Nach Angaben von Heinz bieten sich diesmal vor allem Umweltaktionen wie Müll sammeln oder Grünflächen säubern und Verschönerungsaktionen auf Spielplätzen oder Schulhöfen an. Anstelle von Spiel- und Bastelnachmittagen könnte je nach Vorgaben eine Lesung oder ein Konzert im Freien vor einem Seniorenheim oder eine Klinik rücken. Auf Abschlussfeste und Aktionen mit größeren Gruppen in geschlossenen Räumen wird in diesem Jahr verzichtet.

Niederschwelliges Angebot

„Für die Kommunen ist der Freiwilligentag ein echter Glücksfall“, findet der Mutterstadter Bürgermeister Hans-Dieter Schneider. So könnten Vereine und Gemeinden ihre Wunschprojekte jenseits aller finanziellen Zwänge umsetzen. „Und wenn die Leute nur einmal für ein paar Stunden irgendwo helfen können, machen gleich viel mehr mit. Deshalb sind solche niederschwelligen Angebote genau richtig, um das gemeinsame Schaffen kennen und vielleicht lieben zu lernen.“ Das findet auch Anna Krall, Sprecherin des Sponsors Hornbach. „Man kann viel Geld für Teambindungs-Maßnahmen ausgeben oder einfach beim Freiwilligentag einen Kindergarten tapezieren. Die Baumarktkette verlost bis 31. Juli unter allen handwerklichen Projekten 100 Einkaufsgutscheine von je 200 Euro. „Wir haben in der Region 2800 Mitarbeiter, die alle eine Affinität zum Heimwerken haben, deshalb passt es doch perfekt, dass wir mit Material und Know-how dabei sind.“

Für Gabriele Hartmann (SAP) bietet die Corona-Pandemie eine Chance, den Freiwilligentag durch digitale Angebote auch Menschen zugänglich zu machen, die bisher nicht dabei waren. Außerdem wolle man eine Plattform für Vereine schaffen: „In Online-Workshops oder Webinaren wird es um Themen wie Mitgliederwerbung, Marketing, Social Media, Steuern, Datenschutz und Fundraising gehen. Und im Livestream beantworten Experten Fragen dazu“, berichtet Hartmann.

Wer mit anpackt, bekomme wieder ein blaues T-Shirt – das auch als „Fahrkarte“ gilt. „Wir hoffen auf viele helfende Hände, auch wenn, Stand heute, die Regeln für den Freiwilligentag noch nicht zu 100 Prozent vorhersehbar sind“, sagt Heinz.

Infos: www.wir-schaffen-was.de 

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