Metropolregion

Corona-Maßnahmen

Worms beschließt Ausgangssperre ab Mittwoch

Worms.Die Stadt Worms hat am Montag in einer Sitzung des Krisenstabs eine nächtliche Ausgangssperre in der Zeit von 21 Uhr bis 5 Uhr auf den Weg gebracht. Grund ist der nochmals stark gestiegene Inzidenzwert von 321,5 am Montag in der Nibelungenstadt. Vorbehaltlich der Zustimmung durch die Landesregierung gilt die Ausgangssperre vermutlich ab diesem MIttwoch. Die Allgemeinverfügung müsse noch mit Mainz abgestimmt und dann im Amtsblatt veröffentlicht werden, hieß es am Montagnachmittag in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung Worms. Die Ausgangssperre gilt unabhängig von sich ändernden Inzidenzwerten bis 31. Januar.

Grund für die stark gestiegene Inzidenz - Worms hat damit den mit Abstand höchsten Wert in ganz Rheinland-Pfalz - ist unter anderem ein Infektionsausbruch im Altenheim der Arbeiterwohlfahrt in der Remeyerhofstraße. Allerdings gab es in den vergangenen Tagen in der Statistik des Kreisgesundheitsamtes Alzey-Worms immer wieder auch eine sehr hohe Anzahl an Infektionsfällen, die keinem Ausbruchsgeschehen zugeordnet werden konnte. Damit ist nur zum Teil klar, wo sich die Menschen mit dem Coronavirus angesteckt haben.  

Die Ausgangssperre gilt auch für Menschen, die nicht in Worms wohnen. Liefer- und Abholdienste beispielsweise von Gastronomen sind dann auch nur noch bis höchstens 21 Uhr gestattet. Supermärkte müssen ebenfalls um diese Zeit schließen. Ausgenommen von der Ausgangssperre sind Menschen, die aus beruflichen Gründen die Wohnung verlassen müssen, medizinische Notfälle (dies gilt auch für Tiere), Besuche von Ehe- oder Lebenspartnern, Menschen, die Pflege- oder Hilfebedürftige unterstützen sowie Bürger, die Sterbende oder Schwerstkranke begleiten. Auch Gassigehen mit dem Hund ist erlaub. Ein entsprechender schriftlicher Nachweis über den Zweck des Aufenthalts außerhalb der Wohnung sei nicht erforderlich. Die Polizei und der kommunale Vollzugsdienst werden die Ausgangssperre allerdings kontrollieren und im Zweifelsfall Aussagen auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen. 

Nicht beschlossen hat der Krisenstab indessen eine Einschränkung des Bewegungsradius der Bürger. Allerdings appelliert die Stadt, beispielsweise auf Ausflüge ins nähere und weiter entfernte Umland zu verzichten. "Wir wissen, dass viele Menschen an den Wochenenden in den Odenwald oder in den Pfälzerwald fahren, um den Schnee zu genießen. Aufgrund des hohen Infektionsgeschehens in unserer Stadt möchte ich jedoch darum bitten, vorerst darauf zu verzichten", sagte der Wormser Oberbürgermeister Adolf Kessel. Sollte der Appell nicht fruchten und sich das Infektionsgeschehen weiter negativ entwickeln, werde die Stadt die Anordnung einer Bewegungseinschränkung in Erwägung ziehen.

Zum Thema