Metropolregion

Gerichtsentscheid

Ziegen und Schafe ohne Ohrmarken

Neustadt.Die Betreiberin eines Tierschutzhofs in der Pfalz muss zumindest vorerst an den dort lebenden Ziegen und Schafen keine Ohrmarken anbringen. Der Zweck der Kennzeichnung, nämlich die Rückverfolgung jedes einzelnen Tieres beim Ausbruch von Tierseuchen, sei bei dieser Haltung nachrangig, teilte das Verwaltungsgericht in Neustadt mit.

Denn die auf dem Tierschutzhof lebenden Ziegen und Schafe sollten dort bis an ihr Lebensende bleiben. Das Veterinäramt hatte der Tierhalterin auferlegt, den Tieren Ohrmarken anzubringen. Dagegen legte die Frau Widerspruch ein und bezog sich auf das Tierschutzgesetz: Den Tieren würden beim Anbringen erhebliche Schmerzen zugefügt, es käme oft zu schweren Entzündungen und verstümmelten Ohren. Das Gericht hat den Beschluss im Eilverfahren gefasst. 

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