Metropolregion

Mücken Aufkommen ist regional unterschiedlich

Zu heiß zum Stechen

Archivartikel

Speyer.Die aktuelle Sommerhitze schützt nach Angaben der Schnakenjäger am Rhein derzeit vielerorts vor den blutsaugenden Plagegeistern. „Da es sehr heiß ist, schwirren die Stechmücken meist erst deutlich nach 20 Uhr durch die Lüfte“, sagte Norbert Becker von der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (Kabs) in Speyer. Hinzu komme die geringe Luftfeuchtigkeit.

Das Stechmücken-Aufkommen sei regional derzeit sehr unterschiedlich, meinte Becker. „In Südbaden haben wir keine Plage, im Raum Speyer sprechen wir von einer Belästigung, und in der Region Lampertheim sehen wir eine starke Belästigung“, sagte der wissenschaftliche Direktor der Kabs. Wegen vergleichsweise niedriger Pegelstände sei die Organisation gerade nicht stark im Einsatz. „Aber wir behalten Gewässer und Wettervorhersage im Blick“, sagte er.

Viele Brutstätten können nur aus der Luft bekämpft werden. Mit dem Hubschrauber war die Kabs zuletzt am 26. Juni im Raum Speyer, Lampertheim, Biblis und Wörth unterwegs, um den biologischen Wirkstoff Bti zu verteilen. Er zerstört den Darm der Larven. Das Einsatzgebiet der Kabs reicht vom Kaiserstuhl in Baden-Württemberg bis nach Hessen im Norden und das rheinland-pfälzische Bingen im Westen.