Metropolregion

Landwirtschaft Bauern bedauern frostigen Mai

Zu kalt für Spargel

Rhein-Neckar.Die Bauern in der Region ziehen eine gemischte Zwischenbilanz der Spargelsaison. „Wir sind selten so früh gestartet und auch das Ostergeschäft war sehr gut“, sagte Rolf Meinhardt, Vorsitzender des Arbeitskreises Spargel Südhessen. Das milde Wetter im April habe den Bauern in der Rhein-Neckar-Region optimale Bedingungen beschert. Die niedrigen Temperaturen im Mai hätten aber dann das Wachstum gebremst. „Bei einer perfekten Bodentemperatur um die 19 Grad kann der Spargel mehr als sechs Zentimeter innerhalb von 24 Stunden wachsen. Durch die frostigen Temperaturen in der Nacht kommt man derzeit nicht über ein bis zwei Zentimeter hinaus.“

Konkurrenzkampf um Erntehelfer

Sorgen bereitet ihm der niedrige Netto-Spargelpreis für die Bauern. „Für 3,50 Euro pro Kilogramm kann man keinen Spargel produzieren“, warnte Meinhardt. Grund sei die Preismacht der großen Handelsketten. Zudem belaste die Bauern ein immer schärferer Konkurrenzkampf um die Erntehelfer. Auch treibe die Erhöhung des Mindestlohns die Kosten in die Höhe. Nach Angaben des Arbeitskreises gibt es derzeit aber genug Erntehelfer. „Wir profitieren vom Brexit. Viele der Helfer bekommen kalte Füße und bleiben im Schengenraum.“ lhe/sal