Metropolregion

Zwei Betrugsmaschen mit falschen Anrufen in der Region

Rhein-Neckar-Kreis.Zwei Betrugsmaschen kursieren derzeit in der Region. Seit mehreren Wochen gehen bei den Polizeistationen vermehrt Anzeigen wegen sogenannter „Ping-Calls“ ein. Nach Angaben der Polizei handelt es sich dabei um sehr kurze Anrufe auf Festnetztelefone oder Handys. Als Vorwahl wird eine Länderkennung angezeigt, die einer "echten" deutschen Vorwahl ähnelt. Tatsächlich handelt es sich aber um eine Vorwahl im Ausland,  vornehmlich aus Afrika. Wer zurückruft, landet dann nicht nur in diesem afrikanischen Land, sondern auf einer besonders teuren Nummer dieses Landes. Diese kosten teilweise mehrere Euro pro Minute.

Wie viele „Ping-Calls“ genau in den letzten Tagen in der Region eingegangen sind und wie oft die Betrugsmasche Erfolg hatte, konnte die Polizei am Freitag nicht sagen.

Um sich vor der Betrugsmasche zu schützen, rät die Polizei, Rufnummern, die nicht eindeutig zugeordnet werden können, nie zurückzurufen. Außerdem können über den Netzbetreiber sogenannte Drittanbieter gesperrt werden. Wer einen „Ping-Call“ erhält, soll sich die Nummer notieren und der Bundesnetzagentur sowie der Polizei melden.

Bei der zweiten Betrugsmasche handelt es sich um die Anrufe von „falschen“ Polizisten. Allein in Sandhausen und Walldorf riefen im Lauf des Freitags laut Polizeiangaben 15 dieser „falschen“ Polizisten an.  Auch in Neustadt an der Weinstraße wurden im Lauf des Freitags wiederholt Anwohner von „falschen“ Polizisten angerufen. Diese gaben an, dass in der Nähe des Angerufenen Einbruchswerkzeuge und eine Adressliste gefunden worden wären, auf der auch die Adresse der Angerufenen stünde. Ob es sich bei dem Anrufer um die gleiche Person handelt, steht bisher nicht fest.

Die Polizei rät Betroffenen, keine sensiblen Daten am Telefon weiterzugeben und bei der örtlichen Polizei anzurufen, um den Anruf zu verifizieren. (pol/jwd)