Metropolregion

BASF-Prozess Opfer-Anwalt will Urteil auch prüfen lassen

Zweite Revision

Archivartikel

Frankenthal.Bei der Urteilsbegründung im Frankenthaler Prozess um das BASF-Explosionsunglück mit fünf Toten hatte der Vorsitzende Richter Uwe Gau betont, dass man beim Strafmaß anderer Meinung sein könne. Tatsächlich wehrt sich der verurteilte Schlosser aus Mannheim gegen die verhängte Bewährungsstrafe von einem Jahr. Verteidiger Carsten Tews (Tettenborn) hatte einen Freispruch für seinen Mandanten gefordert. Für den Arbeiter einer Fremdfirma sei es nicht vorhersehbar gewesen, dass ein Schnitt in die falsche Leitung eine solche Kettenreaktion auslöst.

Auch Opfer-Anwalt Alexander Klein will das Urteil überprüfen lassen und hat Revision eingelegt. Das Gericht habe zwar eine „kausale Mitverantwortung“ der BASF erkannt, doch mit dem Strafmaß könne man nicht zufrieden sein. Wenn das Urteil in einigen Wochen schriftlich vorliegt, müssen die Parteien ihre Anträge begründen oder sie wieder zurückziehen. 

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