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Modern Times faszinieren

Archivartikel

Mannheim/Ludwigshafen.Es war eine turbulente Zeit, als die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz 1919 im Schatten des Ersten Weltkriegs gegründet wurde. Die gesellschaftlichen Umbrüche haben ihre Spuren auch in der Musik hinterlassen: Der Umsturz der Systeme und das Wanken der Weltordnung bebte auch durch die Konzertsäle. Die Besetzungen schwanken zwischen Miniatur und Monstrum. Große Ernsthaftigkeit steht neben purem Vergnügen und ausgelassener Feierlust. Diese Widersprüche und Abgründe machen die große Faszination für diese Zeit des beginnenden 20. Jahrhunderts aus.

Das Festival Modern Times setzt sich mit genau diesen Gegensätzen auseinander und erzählt in vier facettenreichen Konzertprogrammen, wie die Menschen mit den Neuerungen umgegangen sind.

Da ist das trostloseste Happy End aller Zeiten in Charlie Chaplins City Lights. Der stumme Held namens Tramp zerbricht am modernen Großstadtleben. Die Filmmusik fängt seine Sprachlosigkeit auf und entwickelt eine große poetische Erzählkraft (Modern Times 1, 6. September, Pfalzbau, Ludwigshafen). Arnold Schönberg war auch Mitte 40 noch ein Enfant terrible. Sein Konzept: Neue sinfonische Werke, wie etwa Mahlers vierte Sinfonie, wurden im privaten Rahmen und mit Kammermusikensembles aufgeführt. Provokateure mussten draußen bleiben (Modern Times 2, 11. September, Friedenskirche, Ludwigshafen). Auch die Schlager und der unverwechselbare Sound der Tanzorchester der 1920er bis 1940er Jahre sind eine Reaktion auf die vage Bedrohung und Zukunftssorgen (Modern Times 3, 15. September, Capitol, Mannheim). Der Überdruss der Verzweiflung mündet mitunter in einem befreienden Lachen – und lässt skurrile Werke wie Erik Saties Parade entstehen (Modern Times 4, 20. September, Rosengarten, Mannheim).

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Modern Times Festival

6. bis 20. September

verschiedene Veranstaltungsorte red