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Datenschutz Kritischer Blick auf Smart-Home-Systeme

Vernetzte Haustechnik

Archivartikel

München.Gut jeder Sechste nutzt vernetzte Schalter, Lautsprecher oder andere Smart-Home-Lösungen. Unter den 35- bis 44-Jährigen ist der Anteil mit 23 Prozent am größten, zeigt eine Befragung von ResearchNow. Von den über 65-Jährigen dagegen hat nur etwa jeder Elfte (neun Prozent) Smart Home. Im Auftrag der Unternehmensberatung Deloitte wurden 2000 Personen zwischen 19 und 75 Jahren online befragt.

Der Überbegriff Smart Home umfasst viele Bereiche: Türen, Fenster, Rauchmelder oder Alarmsysteme, Staubsauger oder Lautsprecher können vernetzt sein. Am weitesten verbreitet in deutschen Haushalten sind laut der Umfrage vernetzte Schalter und Steckdosen (18 Prozent), während etwa smarte Türschlösser (vier Prozent) oder Haushaltsgeräte (fünf Prozent) von den Befragten bislang deutlich seltener angeschafft worden sind.

Verschlüsselte Kommunikation

Beim Kauf smarter Geräte ist eine Abwägung zwischen Komfort und Funktionalität sowie Sicherheit und Datenschutz ratsam, wie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erklärt. Welche Daten sammelt und speichert eine Anwendung? Das sollte man in Erfahrung bringen. Kritisch sollten Verbraucher beispielsweise sein, wenn personenbezogene Daten von ihnen erhoben werden, obwohl sie für die Funktionalität der Dienste gar nicht nötig sind.

Datenschutzbedenken lassen viele Verbraucher skeptisch auf Smart-Home-Geräte schauen. Ein Drittel (33 Prozent) derjenigen, die sie nicht nutzen, geben mangelnden Datenschutz als Motiv an. Häufiger noch werden nur zu teure Preise als Grund angegeben (38 Prozent).

Smart-Home-Geräte sollten aus Sicht des Bundesamtes verschlüsselte Kommunikation im Heimnetzwerk und im Internet bieten. Außerdem sollten Anbieter über längere Zeiträume Softwareupdates bereitstellen, damit etwa mögliche Sicherheitslücken zuverlässig geschlossen werden. Neue Geräte schützen Verbraucher mit einem individuellen Passwort.

Nutzen Verbraucher mit externen Dienstleistern vernetzte Smart-Home-Systeme, sollten sie sich erkundigen, inwiefern die Datensicherheit gewährleistet ist. Dazu rät die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Zudem sollte die Weitergabe von Daten an Dritte vertraglich ausgeschlossen werden.