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MVV-Chef antwortet Kohlekritikern

Archivartikel

Mannheim.MVV-Vorstandschef Georg Müller hat bei der Hauptversammlung des Energieversorgers im Mannheimer Rosengarten appelliert, aus dem beschlossenen Kohleausstieg in Deutschland "gemeinsam einen breiten Konsens in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft als tragfähige Grundlage der Energiewende zu machen".

Er wandte sich dabei auch an die "Kritiker von allen Seiten - egal, ob es dem einen zu weit geht, oder dem anderen nicht weit genug". Ein Industrieland wie Deutschland, das heute und in Zukunft eine führende Rolle wahrnehmen wolle, müsse auch beim Klimaschutz und bei der Energieversorgung der Zukunft führend sein.

Die MVV zahlt für das abgelaufene Geschäftsjahr 2018 (1. Oktober 2017 bis 30. September 2018) wie im Vorjahr eine Dividende von 0,90 Euro je Aktie. Das geht aus einer Mitteilung von Freitagnachmittag hervor. Damit folgten die Aktionäre auf der Hauptversammlung der Empfehlung von Vorstand und Aufsichtsrat.

Vor Beginn der Hauptversammlung hatten die Umweltschutzorganisation Greenpeace und Schüler im Rahmen der internationalen Protestbewegung "Fridays for Future" vor dem Rosengarten für einen Ausstieg aus der Kohleenergie demonstriert. Greenpeace forderte dabei von der MVV einen Ausstiegsplan für alle GKM-Blöcke bis 2030. Die MVV ist Miteigentümer am Grosskraftwerk Mannheim (GKM), dem größten Steinkohlekraftwerk Deutschlands. (fas/red)

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