MVV

Energie Unternehmen planen Bohrungen im Raum Schwetzingen / Landesbergamt will entsprechende Konzession erteilen

MVV und EnBW setzen auf Geothermie

Archivartikel

Rhein-Neckar.Das Mannheimer Energieunternehmen MVV ist bei der geplanten Nutzung von Geothermie zur Fernwärmeversorgung einen Schritt vorangekommen. Wie die MVV am Montag zusammen mit der EnBW mitteilte, will das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau den beiden Unternehmen die entsprechende Konzession für das Feld „Hardt“ im Raum Schwetzingen erteilen. Das Gebiet ist knapp 270 Quadratkilometer groß und reicht rechtsrheinisch vom Mannheimer Süden bis Reilingen.

Vor der endgültigen Erteilung der Konzession werden nun die Kommunen und Fachbehörden als Träger öffentlicher Belange befragt. Mit einem abschließenden Ergebnis sei frühestens am Jahresende zu rechnen. Voraussichtlich nächstes Jahr wollen die beiden Projektpartner dann Voruntersuchungen beginnen, um potenzielle Standorte für Bohrungen zu identifizieren und die Wirtschaftlichkeit zu berechnen.

„Erst danach würden die Genehmigungsanträge für die notwendigen Bohrungen und die Geothermie-Nutzung sowie die Einbindung in das bestehende Fernwärmenetz für die am besten geeigneten Standorte gestellt werden“, erklärte MVV-Projektleiter Matthias Wolf laut der Mitteilung. Entsprechend könne man noch nicht sagen, wann und wo gebohrt werden soll, erläuterte ein Unternehmenssprecher. Die MVV arbeite bei dem Vorhaben mit der EnBW zusammen, weil diese „schon Erfahrungen in diesem Bereich hat“. Bei Geothermieprojekten wird die Erdwärme zur Strom- oder Fernwärmeerzeugung genutzt. Der Oberrheingraben gilt als günstig dafür.

Info: Weitere Informationen: www.geothermie-hardt.de