MVV

Energie Rohrleitung zum Standort Mannheim in Betrieb

MVV versorgt Roche mit Dampf

Mannheim.Die neue Dampfleitung zwischen dem Mannheimer Müllheizkraftwerk der MVV Energie und dem Standort des Pharmakonzerns Roche im Stadtteil Waldhof ist am Donnerstag in Betrieb genommen worden. Durch die Leitung fließt Wärme in Form von Heißdampf, den Roche sowohl für die Produktion als auch für die Gebäudeheizung und die Kälteerzeugung nutzt. Die MVV Energie liefert nach eigenen Angaben rund 105 000 Megawattstunden Wärme im Jahr, das entspreche umgerechnet dem Bedarf von etwa 7500 Haushalten.

Strom aus erneuerbaren Quellen

Neben Wärme aus der Abfallverbrennung bezieht Roche einer gemeinsamen Mitteilung der beiden Unternehmen zufolge künftig nur noch Strom, der zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen stammt. Damit werde der Anteil regenerativer Energien auf über 90 Prozent gesteigert, was eine Kohlendioxid-Einsparung von rund 65 000 Tonnen jährlich entspreche – dem Ausstoß von umgerechnet mehr als 30 000 Pkw. Der Mannheimer Standort mit rund 8300 Mitarbeitern ist der drittgrößte von Roche weltweit. Sowohl der Pharmakonzern als auch die MVV betonten, dass die Inbetriebnahme der Dampfleitung einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz in der Region leiste.

MVV bindet das Müllheizkraftwerk aktuell an das Fernwärmenetz an, das über Mannheim hinaus bis nach Heidelberg, Schwetzingen und Speyer reicht. Rund 30 Prozent des Wärmebedarfs in der Region sollen künftig auf der Friesenheimer Insel erzeugt werden – der Rest stammt aus dem Grosskraftwerk Mannheim (GKM). Das Kraftwerk auf der Friesenheimer Insel wird nach den Worten eines MVV-Sprechers noch in dieser Heizperiode an das Fernwärmenetz angeschlossen. fas