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Umwelt MVV, SAP und 15 weitere Firmen beteiligen sich an Bündnis / Mannheimer Versorger will CO-Ausstoß bis 2030 um mehr als 60 Prozent reduzieren

Unternehmen verpflichten sich zum Klimaschutz

Archivartikel

Mannheim/Stuttgart.Das Mannheimer Energieunternehmen MVV will seinen jährlichen CO2-Ausstoß bis 2030 auf unter zwei Millionen Tonnen senken. Das entspricht im Vergleich zu 2016 einer Reduktion um mehr als 60 Prozent. Eine entsprechende Klimaschutzvereinbarung mit dem Land Baden-Württemberg hat MVV-Chef Georg Müller am Mittwoch unterschrieben.

Neben dem Mannheimer Energieunternehmen sind auch der Walldorfer Softwarekonzern SAP sowie 15 weitere Firmen dem „Klimabündnis Baden-Württemberg“ beigetreten. Dazu gehören der Autozulieferer Bosch, viele kleinere Unternehmen wie der Marmeladenhersteller Simmler sowie vor allem landeseigene Firmen, etwa die Staatsbrauerei Rothaus, die Landeskreditbank und die Toto-Lotto GmbH.

Sie haben sich in Form von freiwilligen Selbstverpflichtungen jeweils unterschiedliche Klimaschutzziele gesetzt. „Sie alle nehmen eine Vorreiterrolle ein, weil sie Klimaschutz als zentralen Erfolgsfaktor sehen“, lobte der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) die Erstunterzeichner bei der Übergabe der Beitrittsurkunden.

MVV-Ziel: 2050 klimaneutral

„Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind zentrale Bausteine der DNA unseres Unternehmens“, betonte MVV-Chef Müller einer Mitteilung zufolge. Darum halte das Unternehmen weiterhin an seinem im vergangenen Jahr verkündeten Ziel fest, bis 2050 klimaneutral sein zu wollen. Bereits bis 2030 soll nicht nur der gesamte CO2-Ausstoß des Konzerns deutlich reduziert werden. Auch die Emissionen von Kunden und Lieferanten sollen jährlich um rund drei Prozent sinken – etwa indem ihnen Angebote für erneuerbare Energien gemacht oder Effizienzmaßnahmen vorgeschlagen werden.

Künftig werde der CO2-Ausstoß des Unternehmens jährlich erfasst und zudem alle fünf Jahre ein Zustandsbericht erstellt, teilte die MVV weiter mit. An den konkreten Klimaschutz- und Nachhaltigkeitszielen werden „wir uns auch jederzeit transparent messen lassen“, kündigte Müller an.

Für die SAP hat die Vereinbarung mit dem Land nach Angaben einer Sprecherin keine Verschärfung der eigenen Klimaschutzziele zur Folge. Das Walldorfer Softwareunternehmen habe sich bereits früher schon vorgenommen, bis 2025 klimaneutral zu wirtschaften. Dies solle erreicht werden, indem Emissionen vermieden, reduziert und durch Ausgleichsmaßnahmen kompensiert würden.

„Weg zur nachhaltigen Wirtschaft“

Umweltminister Untersteller freute sich dennoch über die Kooperation der grün-schwarzen Landesregierung mit den Unternehmen: „Wir machen uns als Partner auf den Weg, den notwendigen Wandel zu einer nachhaltigen Wirtschaft zu meistern und gemeinsam die Klimaschutzziele zu erreichen.“

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