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Fußball Keller fordert bei der EM mindestens den Einzug ins Halbfinale / Länderspiel in Ostdeutschland geplant

DFB-Chef setzt Löw unter Erfolgsdruck

Archivartikel

Leipzig.Mit einer klaren Ansage an Bundestrainer Joachim Löw hat DFB-Präsident Fritz Keller die Ziele für die Fußball-Europameisterschaft im Sommer vorgegeben. „Ich glaube, wir müssen mindestens ins Halbfinale, vielleicht ins Finale kommen. Man muss sich hohe Ziele setzen“, sagte Keller auf einer Podiumsdiskussion anlässlich des 120. DFB-Geburtstages am Dienstag in Leipzig. „Wenn ich die Spielfreude und den Hunger der letzten Spiele sehe, dann lässt mich das hoffen.“

Keller machte deutlich, dass das Turnier im Sommer nach dem Vorrunden-Aus bei der vergangenen WM in Russland hohen Stellenwert habe. „Die Spiele in München werden ein Vorbote auf 2024 sein. Wir können uns auf eine tolle EM freuen“, sagte der 62-Jährige mit Blick auf die Heim-EM in vier Jahren. Zugleich betonte Keller, dass die DFB-Mannschaft sich nach wie vor Umbruch befinde.

Keller machte außerdem Städten im Osten mit kleineren Stadien Hoffnung auf die Austragung eines Länderspiels. In den vergangenen Jahren waren aufgrund der Arena-Größen das Berliner Olympiastadion und die Leipziger Arena berücksichtigt worden. „Ich bin mir sicher, dass wir gegen kleinere Nationen auch mal in kleinere Stadien gehen“, sagte Keller auf einer Podiumsdiskussion anlässlich des 120. DFB-Geburtstages am Dienstag in Leipzig.

DFB zuletzt 2006 in Rostock

In der jüngeren Vergangenheit hatte der DFB Probleme, bei Länderspielen die Stadien zu füllen. Der Verband hat sich nun mehr Fan-Nähe verordnet und zuletzt in kleineren Stadien in Wolfsburg oder Mainz gespielt.

In den neuen Bundesländern kämen Stadien in Dresden, Rostock und Magdeburg infrage. Abseits von Leipzig und Berlin hatte der DFB zuletzt 2006 in Rostock ein Länderspiel gegen Georgien ausgetragen. dpa

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