Nationalmannschaft

Fußball Hoffenheimer fürs Nationalteam nachnominiert

Löw holt Rudy zurück

Dortmund.Die Ausfallmisere in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft weitet sich vor den anstehenden Länderspielen immer mehr aus. Stürmer Timo Werner von RB Leipzig leidet an einem grippalen Infekt, Mittelfeldspieler Ilkay Gündogan von Manchester City hat sich eine Muskelverletzung zugezogen. Ein Einsatz beider Akteure im Testspiel am Mittwoch (20.45 Uhr/RTL) in Dortmund gegen Argentinien und im EM-Qualifikationsspiel vier Tage später in Tallinn gegen Estland ist zumindest fraglich.

Bundestrainer Joachim Löw reagierte am Montag mit der Nachnominierung von Sebastian Rudy, der im November 2018 seit bisher letztes von 27 Länderspielen absolviert hatte, und von Neuling Robin Koch. Der 23 Jahre alte Freiburger gehört zur Fraktion der Spieler, die im Sommer mit der U 21 Vizeeuropameister geworden sind.

Löw stehen definitiv zehn Spieler wegen Verletzungen nicht zur Verfügung, dazu kommen die angeschlagenen Gündogan und Werner. „Das tut uns natürlich weh“, sagte der DFB-Chefcoach. „Es häuft sich. Ich war seit gestern nur am Telefon und habe schlechte Nachrichten bekommen.“ Eine Rückholaktion von Mats Hummels schloss der Bundestrainer aus: „An ihn habe ich nicht gedacht. Ich habe vor einigen Wochen gesagt, dass wir erstmal unseren Weg mit den jungen Spielern gehen. Es gibt jetzt keine Veranlassung, den Mats zu nominieren.“

Wegen einer Schulterluxation mit Kapselbandverletzung konnte wie befürchtet auch Matthias Ginter nicht im DFB-Hotel im Dortmunder Süden anreisen. Eine MRT-Untersuchung am Montag bestätigte den Verdacht auf eine schwerere Verletzung. Am Sonntag hatten Real-Madrid-Star Toni Kroos und der Kölner Jonas Hector passen müssen. Wegen Verletzungen pausieren derzeit auch Leroy Sané, Antonio Rüdiger, Leon Goretzka, Kevin Trapp, Nico Schulz, Julian Draxler und Thilo Kehrer.