Nationalmannschaft

Fußball Torwarttrainer Köpke verkündet Neuer-Einsatz

Sorg ohne Chef-Allüren

Archivartikel

Venlo.Marcus Sorg packte erstmal kräftig mit an. Der Assistent von Joachim Löw schleppte am Montag mit den Betreuern ein Tor auf den Trainingsplatz der Fußball-Nationalmannschaft in Venlo. Das Bild verdeutlichte, was Sorg zwei Stunden später in der VVV Arena bei seiner ersten Pressekonferenz in Vertretung des Bundestrainers auch verbal verkündete. Den Chef will er gar nicht herauskehren. „Ich sehe mich hier selbstverständlich nicht in der Rolle des Bundestrainers“, sagte Sorg. Das unterstrich er noch mit der Ansage, dass der aus gesundheitlichen Gründen fehlende Löw natürlich auch die finale Instanz bei Aufstellung und Taktik für das am Samstag (20.45 Uhr/RTL) in Borissow anstehenden EM-Qualifikationsspiel gegen Weißrussland bleibe. „Im Endeffekt hat der Bundestrainer das letzte Wort. Und das wird auch in diesem Fall so sein“, erklärte Sorg.

Löw trifft Personalentscheidungen

Der 53-Jährige weiß dennoch, dass er am Spielfeldrand die Verantwortung für das Geschehen auf dem Rasen tragen wird. „Am Ende des Tages werden Trainer daran gemessen, was am Wochenende herauskommt“, sagte Sorg. Die eigene Vorgabe lautet: Auf den furiosen Start in die Ausscheidungsrunde für die EM 2020 mit dem 3:2 gegen den Hauptkonkurrenten Niederlande sollen zwei weitere Erfolge in Weißrussland und drei Tage später in Mainz gegen Estland folgen. „Wir wollen mit neun Punkten in die Sommerpause gehen“, formulierte Sorg deutlich.

Die erste Personalentscheidung verkündete nicht Sorg, sondern der Bundestorwarttrainer. „Manuel Neuer wird gegen Weißrussland spielen. Er ist unser Kapitän“, sagte Andreas Köpke über den Torhüter des FC Bayern. 

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