Nationaltheater

Rückblick Wieder legt das Nationaltheater gleich zum Spielzeitende eine Besucherstatistik vor / 342 000 Gäste in 1162 Vorstellungen

Auslastung erneut gestiegen

Sie machen es nicht mehr so spannend: Zum zweiten Mal nach 2018 legt das Nationaltheater gleich zum Ende der Spielzeit seine Besucherstatistik vor. Die fällt aus Sicht der Intendanz sehr positiv aus. Sie spricht von „einer Vielzahl an künstlerischen Erfolgen und einer insgesamt sehr positiven Bilanz“ der 42 Premieren und 34 Wiederaufnahmen.

Danach kamen zu insgesamt 1162 Vorstellungen 342 000 Besucher (Stand 22. Juli). Damit lag die Gesamtauslastung bei 75 Prozent. Das sei „nochmals höher als 2017/18 mit 74 Prozent, als bereits eine deutliche Steigerung um vier Prozent im Vergleich zur Saison 2016/17 zu verzeichnen war“, meldet die Intendanz zufrieden. 326 738 Zuschauer waren für die Saison 2016/17 und 336 809 Gäste für die Spielzeit 2017/18 gemeldet worden. Macht man den langfristigen Vergleich, so gab es 2009/10 noch 365 891 Besucher, 2013/14 gar einen Rekord von 392 687 Menschen – aber damals mit dem Festival „Theater der Welt“.

Oper: Die Operette „Orpheus in der Unterwelt“ wird offiziell als Publikumsliebling bezeichnet, wenn auch ohne konkrete Zahl – die das Theater für einzelne Stücke nie öffentlich nennt. Als „künstlerischen Höhepunkte“ nennt die Intendanz selbst die neuen „Meistersinger“, Calixto Bieitos szenisch umgesetzte „Marienvesper“ sowie Roger Vontobels „Il trovatore/Der Troubadour“. Das Musiktheater zählte in der ablaufenden Saison bei 257 Vorstellungen 168 736 Gäste – gut 5000 mehr als vor zwei Jahren. Die vorhergehende Spielzeit mit 187 734 Theatergängern ist nur bedingt vergleichbar, da turnusgemäß das Festival Mannheimer Sommer dazukam.

Schauspiel: Der neue Schauspiel-Intendant Christian Holtzhauer hält sich einen „deutlichen Publikumszuwachs“ zugute. 513 Vorstellungen sahen 117 687 Leute. In der vorigen Saison, turnusgemäß ohne Schillertage, waren es 96 112 Gäste. Für das Festival hatte Holtzhauer „mehr als 25 000 Besuchern und rund 90 Prozent Platzauslastung“ gemeldet, indes ohne Unterscheidung zwischen Theatergängern und Partygästen.

Tanz: Die Sparte Tanz verzeichnete in 69 Vorstellungen 29 082 Besucher – in der Vorjahressaison waren es 29 665, davor aber nur 24 351.

Junges Nationaltheater: Hier wird für 300 Vorstellungen eine Besucherzahl von 20 914 genannt – was nicht ganz der Vorjahreszahl von 21 891 entspricht und mit der verschobenen Premiere von „[··pr·çn· ]“ begründet wird. Eigens aufgeführt ist die „äußerst erfolgreiche Koproduktion“ von Schauspiel und Jungem Nationaltheater, das Familienstück „1001 Nacht oder die Macht des Erzählens“, die allein rund 10 000 Zuschauer erreicht habe.

Einnahmen: Im Gegensatz zum Vorjahr gibt es keine Aussage zur Entwicklung der Kartenverkaufserlöse (zuletzt 6,1 Millionen Euro).

Info: Dossier unter morgenweb.de/ntm

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