Nationaltheater

Freunde planen „Sani-Soli“

Mit einer halben Million Euro wollen die Freunde und Förderer des Nationaltheaters die Generalsanierung unterstützen. Das Geld soll in ein spezielles, aber noch nicht endgültig definiertes Projekt fließen, das den Zuschauern direkt zugutekommt – nicht einfach pauschal in den Bauetat. Dazu schlägt der Vorstand der am Samstag tagenden Mitgliederversammlung vor, den Mitgliedsbeitrag für 2020 bis 2025 um jährlich 15 Euro je Einzelmitglied zu erhöhen. „Sani-Soli“ hat der Vorstand diesen Betrag getauft. Der Restbetrag soll über Spenden, Einsparungen bei Verwaltungskosten und Benefizveranstaltungen aufgebracht werden.

2025 wieder abgeschafft

Man wolle so „Verbundenheit, ja Solidarität mit dem Nationaltheater zum Ausdruck bringen“, so Achim Weizel, der Vorsitzende des Vereins. Die Sanierung des Hauses sei eine große Aufgabe, „an der sich die Theaterfreunde beteiligen müssen und wollen“, erklärte er. Weizel erinnerte auch daran, dass die Mannheimer nach dem Zweiten Weltkrieg „in schwierigster wirtschaftlicher Lage“ den Theaterneubau per Tombola mit einer Million D-Mark unterstützt haben. Die Bezeichnung „Sani-Soli“ für den aus der Solidarität geborenen Sanierungsbeitrag „erschien uns ausgesprochen treffend“, ergänzt Ulla Hofmann, die stellvertretende Vorsitzende: „Im Unterschied zum gesetzlichen Soli, der vielleicht weniger positiv besetzt ist, versprechen wir aber, dass unser Sani-Soli nach Abschluss der Sanierung tatsächlich wieder abgeschafft wird“, so Hofmann: „Versprochen!“ 

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