Nationaltheater

Nationaltheater Berechnung der Sanierung dauert länger

Genaue Zahlen erst 2018

Erst im Frühjahr 2018 sollen Gemeinderat und Öffentlichkeit erfahren, was genau die Generalsanierung des Nationaltheaters kostet. Das teilte die Stadtverwaltung gestern mit. Bisher hieß es, man wolle Ende Dezember 2017 eine Kostenberechnung vorlegen. Das werde sich "um etwa zwei bis drei Monate verzögern", hieß es nun: "Auf den weiteren Zeitplan hat das jedoch keine Auswirkung, auch nicht auf das Einbringen der Sanierungsgenehmigung in den Gemeinderat, das für Mitte 2018 vorgesehen ist".

Im Juli hatte Architekt Andreas Schmucker der Stadtspitze und Theaterleuten am Ende einer sehr langen Präsentation den Betrag von 185 Millionen Euro genannt. Doch dabei handelte es sich um eine Kostenschätzung. Bis Ende Dezember folge eine "beschlussfähige Kostenermittlung und ausschreibungsfähige Planung", so sein Auftrag.

Derzeit nur Planungskosten

"Die Stadt möchte hierfür eine größtmögliche Kostensicherheit erreichen und prüft daher genauestens die vorgelegte Kostenschätzung", ließ das Kulturdezernat gestern mitteilen. Dazu gehörten "weitergehende Abstimmungen zwischen allen Planungsbeteiligten" sowie die Auswertung einiger Untersuchungen. Um "eine belastbare Kostenberechnung" vornehmen zu können, müsse man diese Prüfungen abwarten. Bei den laufenden Beratungen für den Doppelhaushalt 2018/19 spielt das Thema ohnehin keine Rolle, da das Theater erst ab Mitte 2020 saniert werden soll. Bis März 2018 will man verschiedene Finanzierungsmodelle erarbeiten. Derzeit sind nur 4,8 Millionen Euro Planungskosten vorgesehen. pwr