Nationaltheater

Nationaltheater Richard-Wager-Verband unterstützt Sängernachwuchs im Internationalen Opernstudio mit über 47 000 Euro / Erlös aus zwei Benefizkonzerten

Hohe Spende hilft vielen jungen Künstlern

„Großartig, ganz großartig“, schwärmte Albrecht Puhlmann bei einem Blick auf die Summe und strahlte: „Ich bin begeistert“, so der Opernintendant des Nationaltheaters. Der Richard-Wagner-Verband überreichte ihm jetzt symbolisch einen Scheck über 47 169,55 Euro für das Internationale Opernstudio.

„Wir haben dafür sehr viel gearbeitet“, so Monika Kulczinski, die Vorsitzende des Richard-Wagner-Verbandes. Mit ihrer Stellvertreterin Christa Scharer, Schatzmeister Jochen Kulczinski, Schriftführer Alexander Wischniewski sowie den Vorstandsmitgliedern Horst Besier und Uta Trui kam sie ins Theater, um die Spende zu übergeben. Mit dabei waren auch die Stadträte Helen Heberer und Achim Weizel. Sie hatten für die Benefizkonzerte in der Christuskirche und im Opernhaus die Schirmherrschaft übernommen. Über 1000 Einladungen hatte Kulczinski dafür von Hand geschrieben, zudem Handzettel verteilt. Der ganze Wagner-Verband war aktiv, alle rührten die Werbetrommel für die Konzerte. Kleine Püppchen „Ada“ – die Hauptrolle in Richard Wagners Oper „Feen“ – wurden gebastelt und verkauft, zusätzliche Sponsoren gewonnen.

Der Richard-Wagner-Verband wolle dem Theater „in der schwierigen Phase des Umbaus zur Seite stehen“, so Kulczinski. Da man für den Bau selbst nichts beisteuern könne, da dies nicht zum Verband passe, habe man sich der Unterstützung des Opernstudios verschrieben – eine spezielle Mannheimer Einrichtung. Schließlich sei es Aufgabe des Wagner-Verbandes, junge Menschen zu fördern. Seit 1985 schickte der Mannheimer Verband 187 junge Künstler als Stipendiaten nach Bayreuth, und viele von ihnen wirkten jetzt bei den Benefizkonzerten mit.

„Dieser hohe Betrag ist eine echt große Hilfe für uns“, dankte Puhlmann, denn das Opernstudio sei „nicht im Budget, sondern nur durch Hilfe von außen“ zu finanzieren. Über den Spendenbetrag hinaus sei das Engagement des Wagner-Verbandes „auch ganz besonders wertvoll, weil es die enge Bindung des Publikums an unser Haus zeigt“, so der Opernintendant: „Für mich ist es toll, dass das Publikum mit uns Seite an Seite steht, wenn es jetzt auf die Sanierung zugeht“, so Puhlmann. Ein solches „Engagement der Stadtgesellschaft kann man nicht hoch genug einschätzen“, sagte er.

Seit 2017 bietet das Opernstudio pro Spielzeit vier jungen Sängern eine Nachwuchsplattform. Sie erhalten szenische und musikalische Coachings für ihre stimmliche Weiterentwicklung, stehen aber auch auf der Bühne, so Claudia Plaßwich, die Leiterin des Studios.

„Das ist enorm wertvoll“, so Natalija Cantrank, eine der Teilnehmerinnen. „Im Studium ist man so beschützt – auf der Bühne ist alles anders“, so Cantrank: „Hier kann man erste Schritte auf der Bühne machen, aber noch lernen, wie das Publikum reagiert, wie die Zusammenarbeit mit Kollegen, mit dem Dirigent ist. Hier hat man mehr Realität als im Studium“, ist sie dankbar.

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