Neckarau

Almenhof Spiel- und Sportfest der Elterninitiative 48er Platz /Guter Zuspruch trotz Terminänderung

Besucher trotzen Regenwetter

Die Elterninitiative 48er Spiel- und Sportplatz Mannheim-Almenhof e.V. hatte am Samstag zum Spiel- und Sportfest eingeladen – wie immer mit einem bunten Programm, mit Speis und Trank und hoffentlich schönem Wetter. Doch das Wetter machte den Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung. Es war nass, kalt und windig – mithin nicht gerade die besten Voraussetzungen für ein Fest im Freien. Deshalb wurde das Spiel- und Sportfest kurzerhand auf den Sonntag verlegt.

Viel wärmer war es da zwar auch nicht und ziemlich wolkenverhangen: Aber zumindest blieb es trocken. „Ich habe keine große Angst vor dem Wetter“, sagte die Vorsitzende, Michael Boll. Doch wegen der Terminänderung seien etwas weniger Leute als sonst gekommen, weil nicht alle flexibel sind.

Sie seien dankbar für die vielen Helfer, mehr als zwanzig im Dreischichtbetrieb. „Alles Leute, die hier wohnen, wie beispielsweise Iris Detmer und Isa Krahl am Getränkestand. Ohne die wäre das Fest nicht zu stemmen gewesen“, sagte die Vorsitzende.

Infos über Kinderrechte

Auch Kinder helfen mit, wie beispielsweise Julian. „Weil ich Lust habe mitzuhelfen“, sagte der Zwölfjährige, der Lose für die Tombolas mit über 400 Preisen verkaufte. „Die Preise wurden von Firmen aus dem Ort und Unternehmen aus der Region gespendet“, erzählte Michaela Fähnle. Den Hauptpreis, ein Fahrrad, hatte die Firma Fahrrad Schmitt in Neckarau gestiftet. Standfestigkeit bewies auch Iris Krämer. Die Vorsitzende vom Kinderschutzbund informierte über Kinderrechte. „Lieblingsrecht“ von Dario (11) ist „der Schutz vor Gewalt“. Tim (11) hingegen entschied sich für das „Recht auf kostenlose Bildung“. Auf ein Windlicht geklebt, soll den Eltern ein Licht aufgehen. Tim gefiel das Spiel- und Sportfest. Er habe schon Lose verkauft und gekauft, Basketball und Hockey gespielt. Am 20. Streetball- und Hockeyturnier, das Stefan Garnecci, Harald Knapp und Jörg Dillinger unter dem Motto „Sport gegen Gewalt“ parallel zum Spiel- und Sportfest organisierten, nahmen vier bis acht Mannschaften aus ganz Mannheim teil. Als Belohnung gab es von Hans Schuhmacher vom Verein Sicherheit in Mannheim SIMA Eisgutscheine und zehn Eintrittskarten vom SV Waldhof.

Wegen Verlegung des Festes fielen zwar einige Aktionen aus, wie beispielsweise das Kinderquidditch der Mannheimer Greife, die stattdessen auf dem Sportplatz ihre auf Sonntag festgesetzten Liga-Spiele gegen Mannschaften aus Freiburg, Heidelberg und Tübingen durchführten und sich über die vielen Zuschauer freuten.

Auch an den Flohmarkständen herrschte lebhaftes Treiben. „Der Erlös aus Standgebühren und Kuchen, aus Losverkauf sowie dem Verkauf von Gegrilltem, Kuchen und Getränken fließt wieder in den 48er Platz, beispielsweise für Spielgeräte auf dem Kinderspielplatz“, erklärte die Vorsitzende.

Annette Knapp-Wallenwein, Initiatorin und Ehrenvorsitzende der Elterninitiative berichtete: „Seit 23 Jahren gibt es nun schon das Spiel- und Sportfest, das nur einmal ausgefallen ist wegen Umbau.“ Weil der Kinderspielplatz versifft war und die Stadt kein Geld für den Platz hatte, hatten acht Mütter 1997 die Idee gehabt, ein Sommerfest zu veranstalten und zu gucken, was hängenbleibt. „Schon das erste Fest war der absolute Hammer“, so Knapp-Wallenwein. Insgesamt seien damals 7500 Mark zusammengekommen, davon allein 1000 Mark von der CDU, und der Kleinkinderspielplatz konnte mit Hilfe der Stadt saniert werden.