Neckarau

Niederfeld Jazz-Konzert des Moll-Gymnasiums / Allmand Chaoten Orchester zu Gast

Bigband-Sound lässt Musiksaal beben

Musiker, voller Spielfreude und Klassiker zum Mitsingen und kräftig Abtanzen: In die bereits vierte Runde ging jetzt der Jazz-Konzertabend des Moll-Gymnasiums. Der Musiksaal war gut besucht und voller erwartungsvoller Jazzliebhaber, die von der Nachwuchsbigband Triple B und bekannten Melodien, wie zum Beispiel „One Moment in Time“, in eine andere Sphäre abgeholt wurden. Schon die Kleinsten zeigten ihr Talent mit einzelnen Soli und einem gut eingegroovten Gesamtklang.

Die Moll-Bigband überzeugte im Anschluss daran erneut mit einem satten Sound und hervorragender Solopartien einzelner Schüler. Die Jazzklassiker, wie „Birdland“, „On the sunny side of the street“, „Georgia on my mind“ und „Getaway“ wurden mit so viel Energie vorgetragen, dass der Funke schnell ins Publikum übersprang.

Bigband aus Stuttgart

Frederik Diehl, der Leiter der beiden Schul-Bigbands, schaffte es mit beiden Bands, hervorragende Leistungen zu präsentieren, bei denen der Spaß der Schüler deutlich erkennbar war. Frederik Diehl selbst hatte die Schüler sicherlich direkt auf seiner Seite, denn er brachte sich sowohl als Saxofonist in der Triple B als auch als Schlagzeuger in der Moll-Bigband musikalisch ein.

Es ist ihm außerdem erneut geglückt, einen gelungenen Gastauftritt eines mit der Schule verbundenen Jazz-Ensembles zu organisieren. In diesem Jahr war das Allmand Chaoten Orchester zu Gast am Moll, eine studentische „Show-Bigband“ von der Uni Stuttgart, in der der ehemalige „Mollaner“ Florian Zimmer mitspielt.

Die Besonderheit dieses Ensembles liegt in dem großen Show-Anteil der musikalischen Darbietung. Die jungen Musiker performten zu bekannten Jazzklassikern mit unterhaltsamen Choreographien. So wurde zum Beispiel zum Song „Brass Machine“ von Mark Taylor das Praktikum eines technisch auszuübenden Berufs dargestellt.

Die Chaoten begeisterten das Publikum jedoch vor allem durch ihre musikalischen Leistungen, einen richtig fetten Bigband-Sound und Solo-Einzeldarbietungen. Die „Mollaner“ Schüler hielten es selbst kaum auf den Stühlen aus und tanzten kräftig mit, als dann auch noch Gesangsnummern wie „I’m so excited“ gespielt wurden. Da flippte nicht nur die Bigband aus, sondern auch im Publikum waren viele rockende Zuhörer zu sehen.

Alles in allem war der Abend ein voller Erfolg. Frederik Diehl gelang es das Publikum mit Jazz am Moll zu verzaubern und die Schüler musikalisch zu motivieren und zu Höchstleistungen anzuregen, was in einer finalen gemeinsamen Abschlussperformance der Ensembles deutlich zu spüren war. mai/red