Neckarau

Neckarau Jubiläumskonzert zum 70. Geburtstag des Großkraftwerk-Ensembles

Chor als klingendes Aushängeschild

„Seid begrüßt im Großkraftwerk Mannheim (GKM)“ war das erste Lied, das die Sänger aus ihrem reichen Repertoire vortrugen. Es war wohl auf die zahlreichen Gäste beim Jubiläumsfest des GKM-Werkschores bezogen, der sich vor 70 Jahren zusammen gefunden hat, um zumindest musikalisch ein Stück der Welt zu erobern. Jetzt nahm der Chor diesen Geburtstag zum Anlass, um mit Familienangehörigen und Freunden zu feiern. „Aber auch um den aktuellen und ehemaligen Vorständen des GKM einmal wieder Danke für ihre stete Unterstützung zu sagen“, wie Chorvorsitzender Julius Wollschläger bei seiner Begrüßung zum Jubiläumsfest festhielt.

Musikalische Reise

Und dieses Dankeschön nahm der Vorstand im gut gefüllten Sozialraum des GKM mit auf eine kleine musikalische Reise. Die 20 Sänger um Chorleiter Rüdiger Müller, der seit zehn Jahren den Männerchor dirigiert, zeigten vom ersten Lied an, warum sie in der Vergangenheit bei zahlreichen Veranstaltungen – zuletzt in verschiedenen Seniorenheimen – so gerngesehene Gäste waren, sind sie doch auch im siebten Jahrzehnt des Bestehens eine klangvolle Gemeinschaft. Auch wenn der Chor sicherlich in den verstrichenen Jahrzehnten das ein oder andere Tal durchschreiten musste – vielleicht daher das ins Programm aufgenommene Lied „Weil wir Freunde sind“ – und die Sorge um Nachwuchs noch nicht überwunden ist, stellte er sich erneut als eine Einheit dar, die die Freude an der Musik vermitteln kann. So passte das Lied nicht nur auf die lange, erfolgreiche Geschichte der sangesstarken Männer, sondern ebenso auf den Festtag, bei dem die Lieder von den Zuhörern mit großem Beifall bedacht wurden.

„Der Chor ist das kulturelle Aushängeschild des Großkraftwerks Mannheim“, erklärte der kaufmännische Vorstand Holger Becker. „ Wir als Vorstand sind stolz, dass der Werkschor auch in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird, dass die Sänger ihre Stimmen für das Großkraftwerk erheben.“ Der Chor habe schon mal einen deutlich größeren Umfang gehabt. „Nachwuchs ist das Thema“, so Becker. Er bot dem Vorstand des GKM-Werkschors an, ein Porträt des Ensembles in der nächsten Mitarbeiterzeitung zu veröffentlichen und so in die ganze Belegschaft rein zu tragen. „Und wie wäre es auch mal mit einer Frau im bislang reinen Männerchor?“ fragte Becker. Er drücke dem Chor die Daumen „für viele weitere schöne Jahre, dass die Sänger durchhalten und es dem GKM-Werkschor irgendwann wieder besser geht“. ost