Neckarau

Neckarau Festwochenende der Freizeitschule / Neuer freier Waldorfkindergarten eröffnet

Ein „magischer Ort“

Archivartikel

Seit einigen Wochen beherbergt die Freizeitschule am Neckarauer Waldweg neue Kindergartenkinder. Zusammen mit den zehn Kindern, die die Einrichtung bisher besucht haben, bilden sie zwei neue Gruppen zu je 20 Kindern. Diese haben nun die neu umgebauten Räume im Erdgeschoß und im ersten Obergeschoß bezogen. Bei der Eröffnungsfeier begrüßten Geschäftsführerin Martina Haaf und Leiterin Petra Kalka im Jahr des hundertsten Geburtstages der Waldorfpädagogik etwa hundert Eltern, Kinder, Erzieher und Freunde in der Teestube.

Mangel an Kita-Plätzen

Anna Dressler-Matysik, Vorsitzende des Fördervereins der Freizeitschule, bezeichnete die Einrichtung als magischen Ort, den viele Leute gerne aufsuchten und nicht wieder weg wollten. Sie brachte als Geschenk eine neue Nestschaukel für den Kindergarten mit. Katrin Stadtmüller, eine der beiden Geschäftsführerinnen der Waldorfschule, betonte die sozialen und kulturellen Aufgaben der Freizeitschule und freute sich über die neuen Kindergartenplätze in Zeiten des Mangels im Stadtteil.

„Wer will fleißige Handwerker sehen“, sangen die Kinder, passend zu den vergangenen Monaten, denn der Umbau erfolgte bei laufendem Betrieb. Blümchen als Dank für den Durchhaltewillen verteilte Helmut Pfeiffer vom Hort an die Mitarbeiter. Die Außentreppe fehlt noch, doch ein Aufzug, der die Barrierefreiheit garantiert, ist bereits installiert. Der Zugang zum Kindergarten erfolgt vom Kiesteichweg über die Terrasse der Teestube, an die sich der vordere Spielplatz anschließt.

Der inklusive Kindergarten ist für alle Kinder der Stadt offen. Wartelisten existieren bereits. Die täglichen Öffnungszeiten sind von 7.30 bis 16 Uhr, freitags bis 14 Uhr.

Die sogenannte Brückengruppe für Kinder, die später eingeschult werden, besuchte seit vergangenem Herbst auch Neo, der sechsjährige Sohn von Kerstin Hock aus Seckenheim. Sie freut sich über den Umzug ihres Sohnes in die neue Sonnengruppe und lobt: „Die Kinder sind hier sehr gut aufgehoben, sie gehen mittwochs und freitags gleich nach dem Frühstück raus in den Garten. Das ist genau das Richtige für Neo. Und drinnen haben sie nun auch mehr Platz“.

Zum Abschluss der Feier mit Führungen, Spielen und einem Buffet der Eltern erzählte Angelika Schmucker noch drei kleine Märchen. Als Erzählerin bei vielen Mittwochsmärchenstunden in der Freizeitschule gelang es ihr auch diesmal wieder, beginnend mit dem Schlag auf ihren Gong und dem Entzünden der Kerze, die Aufmerksamkeit von Klein und Groß auf sich zu ziehen. Am Ende des sonnigen Tages freute sich Martina Haaf über die fröhliche Feststimmung und die zufriedenen Besucher.