Neckarau

Neckarau Besucheransturm beim Tag der offenen Tür in der Waldorfschule / Vom Blöckchenmalen bis Fingerhäkeln

Einblicke in kreative Lerninhalte

Einmal im Jahr öffnet die Freie Waldorfschule die Türen ihrer Klassenzimmer für alle Eltern, die ihre Kinder bald einschulen, für Quereinsteiger und alle Freunde der Schule in Neckarau. An diesem Tag konnten die Besucher sich persönlich ein Bild von dieser Schule machen. „Unsere Schule erleben“, lautete das Motto. Neugierige Kinder und Erwachsen konnten reinschauen, zuhören, vielfach auch mitmachen am Tag der offenen Tür.

Auf dem Programm stand: Informationen über Waldorfpädagogik, Führungen durch die Gebäude auf dem Waldorf-Campus, Beratungs- und Gesprächsangebote. Am Samstagmorgen wurden zunächst in einer wunderbaren Monatsfeier in der bis auf den letzten Platz gefüllten Aula Szenen aus dem Unterricht vorgestellt. Dabei hatten die Waldorfschüler die Gelegenheit, zu zeigen, was sie gelernt haben. Es wurde gesungen und getanzt. Außerdem hatten die Schüler lange Texte gelernt, wie Klasse 8a für die Ballade „Die Goldgräber“ von Emanuel Geibel. Sie hatten Kostüme geschneidert, Kulissen und Bühnenbild selbst gestaltet, beispielsweise zum Theaterstück Robin Hood (7. Klasse).

Die Zuschauer, die das dargebotene künstlerische Können mit allen Sinnen erfuhren, konnten dabei wunderbar die Entwicklung der Schüler von Klasse zwei bis acht beobachten. So erlebten die zahlreichen Besucher fröhlich singende Zweitklässler beim Reigentanz, lernten den rhythmischen Teil des Hauptunterrichts durch Body-Percussion (Klasse 4a) kennen. Viel Applaus ernteten auch die Fünftklässler, die das Publikum mit einem amüsanten Theaterstück nach Indien entführten.

Großes Außengelände

Anschließend teilten sich alle interessierten Eltern in Gruppen auf und wurden von erfahrenen Lehrern durch die Klassenräume, die Werkstätten und über das große Außengelände geführt. Lehrerin Andrea Haertel-Alper stellte zunächst das Schulkonzept vor, beispielsweise die Waldorf spezifische Klassenlehrerzeit und wie es weitergeht nach Klasse vier und acht. Anschließend beantwortete sie alle Fragen der Eltern zum Lehrplan, zu Schulabschlüssen und zur Pädagogik. „Ich kann‘s gar nicht erwarten, dass meine Tochter im September hier eingeschult wird“, sagte eine begeisterte Mutter. Sascha Eschelbach aus Schwetzingen fand den Tag der offenen Tür „sehr informativ, sachlich und gut gemacht“.

Der anschließende Blick in die Werkstätten begeisterte wieder alle Besucher mit einer wunderbaren künstlerisch kreativen Lern-Atmosphäre. Und wer Lust auf mehr bekommen hatte, bekam bei Ausstellungen über Waldorfpädagogik oder von Schülerarbeiten aus den handwerklich-künstlerischen und sachbezogenen Unterrichtsgebieten sowie an den Infoständen viele weitere interessante Informationen.

Gerne nahmen die Kinder das Erlebnisangebot wahr, bei dem sie an unterschiedlichen Kreativstationen auch einen eigenen Einblick in die praktischen und künstlerischen Unterrichtsinhalte erfahren konnten – beim Blöckchenmalen ebenso wie beim Fingerhäkeln oder Plastizieren mit Ton.

Christina Müller aus Rottweil fand „den Tag der offenen Tür gelungen, vor allem für die Kinder, dass sie hier selbst Erfahrungen sammeln können“.

Info: Fotostrecke unter morgenweb.de/neckarau