Neckarau

Neckarau Anziehungskraft von Nikolausmarkt rund ums Rathaus ist ungebremst / Kunsthandwerk für guten Zweck

„Hier ist alles mit Liebe gemacht“

Eine gelungene Mischung aus Markt und Besinnlichkeit, bei dem ein Besuch des Nikolaus nicht fehlen durfte: Der Neckarauer Nikolausmarkt am ersten Adventswochenende war mit seinen herrlich geschmückten Ständen, Glühwein, Weihnachtsplätzchen und vielen kreativen Dingen, die es hier für einen guten Zweck zu kaufen gab, wieder ein Riesenerfolg. Schließlich zählt er mit der einmaligen Atmosphäre rund um das historische Rathaus in Neckarau und samt der Krippe mit lebensgroßen Holz-Figuren zu den beliebtesten Vorweihnachtsmärkten in der Region. Das war auch bei der inzwischen 29. Auflage der Fall, als am vergangenen Wochenende zwei Tage lang eine feine Auswahl an Ständen von Vereinen und Hobbykünstlern im Stadtteilzentrum die Besucher in Massen anzog.

Krippe erstrahlt im Kerzenlicht

Es waren die Vielfalt und das Engagement, die den Markt so besonders machten. Weit über 20 ehrenamtliche Helfer des organisierenden Vereins Geschichte Alt-Neckarau waren im Einsatz. Das vielfältige Angebot von fünfzehn Ausstellern lockte an die Stände mit Gebäck, Geschenken, Likören und Schmuck bis hin zu einem Büchlein mit Cartoons von der Mannheimer Grafikerin Barbara Eckert-Stahl. Und vor allem auch der Gesang von Julia Ackermann erwärmte den zahlreichen Besuchern am Samstag und Sonntag neben dem Glühwein die Herzen.

Eröffnet wurde der stimmungsvolle Markt vom Vereinsvorsitzenden Wolfgang Reinhard zusammen mit Bruno Hodapp von der Gemeinschaft der Selbständigen Neckarau, die wieder die Schirmherrschaft übernommen hatte, und von Bürgerserviceleiter Walter McDavid.

Anschließend führte Pfarrerin Regina Bauer von der Matthäuskirche mit einer kleinen Predigt zum Thema Licht, Krippe und Christbaum-Beleuchtung ihrer Bestimmung zu. Die kleinen Gäste freuten sich über den Besuch vom Nikolaus, alias Günter Johannes Barth, der sie mit kleinen Leckereien aus seinem Krabbelsack beschenkte.

Die schöne Auswahl an handgefertigten Angeboten begann gleich am Eingang zum Markt und zog sich bis zur Museumsklause, wo Freunde und Nachbarn in geselliger Runde bei Kaffee und Kuchen beisammen saßen. Um die Stände herum war richtig was los. Im Handumdrehen waren die tollen Adventskränze und dekorativen Weihnachtsgestecke für den guten Zweck am Stand von „Kreativ für Mannheim“ verkauft, wie Mitorganisatorin Gabriele Weilbach erzählte.

Fleißig, unauffällig und ohne viel Aufhebens Gutes tun: Das hatten sich auch die Jakobushexen der Neckarauer Weiberfasnacht auf die Fahnen geschrieben. Ebenso die Frauen des Handarbeitsteams der Sängerhalle Germania, die das ganze Jahr über fleißig häkelten, strickten oder nähten, um mit dem Erlös aus dem Verkauf von Handgefertigtem krebskranken Kindern zu helfen. „Wunderschön“ fanden Renate Hufnagel und Gabriele Heckler aus Niederfeld die selbstgebastelten Dinge am Stand der Matthäuskirche. Der Erlös fließe in „Matthäus Plus“. „Dadurch wird eine Viertel-Pfarrstelle finanziert“, erklärten Hildegard Stay und Roswitha Brucker. „Hier ist alles mit Liebe gemacht“, lobten Mathilde und Adolf Fessler aus Neckarau, und das war auch ein bisschen der Leitfaden für den ganzen Markt.

Denn neben den kulinarischen Angeboten, die von Jagertee über Gegrilltes bis zu Süßem reichten, wurde auch kulturell einiges aufgeboten. So wurde am Sonntag die traditionelle Schildkröt-Puppenausstellung im Wappensaal des Rathauses eröffnet. Der Run auf den Markt war wie immer ungebrochen, was den Vereinsvorsitzenden natürlich freute. Bei seinem Resümee zum 29. Neckarauer Nikolausmarkt sprach er von einer allgemeinen Zufriedenheit sowohl seitens der Besucher als auch vonseiten der Aussteller. Kurz: eine runde Sache – rund ums Rathaus.