Neckarau

Neckarau Reitgemeinschaft muss Wettbewerb nach einem Tag abbrechen / Auch Trainingsstunden und Ponyreiten fallen aus

„Hoffentlich läuft bald wieder alles normal“

Archivartikel

Das Spring- und Dressurturnier gehört zu den alljährlichen Höhepunkten bei der Reitgemeinschaft Neckarau. So hätte am vergangenen Wochenende die Disziplin Dressur auf dem Programm gestanden während eine Woche später Reiter und Pferde ihr Können beim Sprung gezeigt hätten. Doch das Corona-Virus und die städtischen Maßnahmen, um den Erreger einzudämmen, haben dem Verein einen ordentlichen Strich durch die Rechnung gemacht.

Am Freitag, dem ersten Turniertag, gingen die Prüfungen der Klasse A, L, A* und L* Trense über die Bühne. Bereits am Abend beschloss die Vereinsleitung schweren Herzens, die restlichen Turniertage abzusagen – auf Anraten des Turnierarztes. „Am Samstag wären die Jugendprüfungen gewesen“, sagt Eva Scheidel, Beiratsmitglied des Vereins. Dann wäre es erfahrungsgemäß sehr voll geworden. „Wir hätten am Sonntag ohnehin nicht weitermachen dürfen“, sagt Scheidel und Enttäuschung schwingt in ihrer Stimme mit. „Wir sind dem quasi zuvorgekommen.“ Rund 500 Teilnehmer wären an den beiden Wochenenden am Start gewesen, die per Rundmail über die Absage informiert wurden. Sie seien enttäuscht gewesen, aber hätten für die Entscheidung Verständnis gehabt. „Jetzt müssen wir die Meldegelder zurückzahlen“, sagt Scheidel. Auch Sponsorengelder müssen rückerstattet werden. „Das ist ein großer Verlust“, bedauert sie. Gleichzeitig ist der Wirtschaftsbetrieb auf dem ganzen Essen sitzengeblieben. Doch die Reitgemeinschaft hat nicht nur einen finanziellen Schaden: Scheidel spielt auf den Aufwand an, welche die Mitglieder in den vergangenen Wochen auf sich genommen hatten, um das Turnier zu stemmen. „Die viele Arbeit, die dahinter steckt, um die Anlage auf Vordermann zu bringen.“ Nicht nur das Turnier ist abgesagt: Die Sportvereine müssen ihre Trainingsstunden aussetzen. „Das sonntägliche Ponyführen findet nicht mehr statt“, sagt Eva Scheidel. „Wir haben reduziert. Ob wir noch weiter Einschränkungen bekommen, müssen wir noch abwarten.“ Fakt sei, dass die Pferde dennoch weiter betreut und bewegt werden müssen.

Platzierung erreicht

Doch es gibt auch eine positive Nachricht für den Verein: einer ihrer Ausbilder, Artur Sacha, hat mit seinem jungen Pferd eine Platzierung erreicht. Weitere Mitglieder wären erst noch gestartet, sagt Scheidel. Da die Turniertermine bereits im Vorjahr festgelegt werden und sich der Verein mit Rheinland-Pfalz und Hessen abspricht, wird die Veranstaltung nicht nachgeholt.

Die nächste Veranstaltung der Reitgemeinschaft Neckarau ist das weihnachtliche Schaureiten unter der Federführung von Eva Scheidel. „Hoffentlich läuft bis dahin wieder alles normal“, sagt sie.