Neckarau

Neckarau Lustige Eiersuch-Aktion und Tag der offenen Tür im Jugendtreff ein voller Erfolg

Kinder auf den Spuren des Osterhasen

Süße Überraschungspäckchen und wichtige Informationen: Zu einem lustigen Ostereiersuchen und einem Tag der offenen Tür hatten Peter Dörflinger und sein Team, sowie der Förderverein Jugendtreff Neckarau die Kinder des Stadtteils eingeladen. Die besondere Ostereiersuche im August-Bebel-Park ist inzwischen Tradition. Seit acht Jahren organisiert Dörflinger nun schon die beliebte Aktion. „Weil Kinder unsere Zukunft sind und weil es Spaß macht, wenn sie sich zusammen mit ihren ihre Eltern freuen.“

Im Vorfeld hatten Dörflinger und seine fleißigen Helfer, Rainer Gülle, Katrin Selchow und Roswitha Feuerstein, 100 Päckchen für die Kinder gepackt. Der Osterhase (Rainer Gülle) war vorher auf dem schönen Gelände der Parkanlage fleißig, kein Kind ging leer aus.

Versteckte Kärtchen

Die Kinder suchten wieder die in den Blumenrabatten oder hinter Bäumen versteckten Kärtchen. Diese wurden dann gegen richtige Eier und Süßes ausgetauscht. So kamen auch die Kleineren zu ihrem Erfolg. Die restlichen Osterpäckchen werden an die Kindergärten in Neckarau verteilt.

Beatrix Timmig fand die Ostereiersuche „Klasse und sehr schön für die Kinder“. Ihr Sohn Felix und sein Freund Theo, die beiden Vierjährigen kennen sich aus dem Kindergarten Sonnenblume, stürmten los, während die einjährige Anna interessiert aus dem Kinderwagen schaute. „Das herrliche Wetter passt“, meinte Theos Vater.

Dass die Ostereiersuche vor Ostern stattfand, störte Joachim Golly nicht. „Von der Oma war schon letzte Woche eine Osterkarte da, und außerdem ist der Osterhase ja flexibel, er muss ja so viel verstecken“, meinte er augenzwinkernd.

Schon morgens um acht seien ihre drei Kinder, Ramazan (2) Aslan (5) und Yagmur (7), aufgewacht, erzählte Sadiye Alicioglu: „Sie wollten zum Osterhasen gehen.“ Auch Angelina Jerilow gefiel die Aktion. Stolz zeigt Charly seine prall gefüllte Tasche. „Es ist nämlich Ostern“, sagte der Dreijährige.

Während die Kinder im Park auf den Spuren des Osterhasen unterwegs waren, fand zeitgleich im Jugendtreff ein „Tag der offenen Tür“ statt. Fördervereins-Sprecher Rudi Strunk erklärte: „Es kommen sonst eigentlich eher Jugendliche und junge Erwachsene in den Jugendtreff. Aber heute haben auch Eltern jüngerer Kinder die Möglichkeit, den Jugendtreff kennenzulernen oder sie können sich bei Kaffee und Kuchen, Würstchen und Limonade beispielsweise beim Tischkicker-Spiel oder Gesellschaftsspielen entspannen.“ Der Jugendtreff habe eine gute Entwicklung genommen, berichtete Strunk.

Nach einer bewegenden Vorgeschichte, von einem Bauwagen im August-Bebel-Park bis zur Arbeit im Kellercafé der Matthäusgemeinde, habe der Jugendtreff Neckarau 2002 im Gebäude der Wilhelm-Wundt-Bücherei in den ehemaligen Räumen der Stadtgärtnerei eröffnet werden können. Zwar habe es anfangs viele Bedenken der Anwohner wegen Lärms gegeben. Doch früher habe es hier im Park eine Drogenszene und viele Kampfhunde gegeben. Die seien heute verschwunden. Stattdessen habe sich der Treff etabliert. Hier können sich Kinder und Jugendliche zwanglos treffen, soziale Kompetenzen erwerben und Verantwortung einüben.

Das Team besteht aus zwei Sozialarbeiterinnen: Kristin Wetzel und Eva Lentz. Der Jugendtreff ist Montag und Mittwoch von 14 bis 17 Uhr und Dienstag und Donnerstag von 14 bis 20 Uhr geöffnet.

Wichtige Einrichtung

Neben dem offenen Treff mit Café gibt es einen Medienraum, außerdem finden im Jugendtreff Beratung, Stadtteilarbeit und viele Sonderveranstaltungen statt.

Darüber hinaus bietet der Förderverein weitere Öffnungszeiten am Freitag und Sonntag von 16 bis 19 Uhr an. Betreut werden die meist bis zu 20 Kinder und Jugendlichen dann von Hagen Grundmann. „Es läuft reibungslos, ich finde es schön und bin gern hier, der Treff ist eine wichtige Einrichtung für Jugendliche“, sagte er.