Neckarau

Kleinod muss erhalten bleiben

Er ist ein Idyll, weitab vom Straßenlärm, eine Oase für Spaziergänger, Jogger und Kinder: Der „Kurpfälzer Lido“, wie die Mannheimer „ihr“ Strandbad liebevoll nennen. Und so ist es kein Wunder, dass die Freizeiteinrichtung im Süden der Stadt in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden ist.

Die Kehrseite der Medaille: Mit wachsenden Besucherzahlen werden auch viele Probleme größer. Da viele Gäste aus der ganzen Region anreisen, herrscht an den Wochenenden auf dem Weg zum Strandbad und auf den Parkplätzen ein wahres Verkehrschaos. Das heißt, mehr Abgase, mehr Lärm – und leider auch mehr Abfall. Denn achtlos zurückgelassene Essensreste sind nicht nur optisch unschön.

Vielmehr locken sie auch die Nil- und Kanadagänse an, die sich immer stärker vermehren und mit ihrem Kot so manchem Besucher die Freude am Strandbad-Ausflug vermiesen.

Und so schön eine gemütliche Runde ums Grillfeuer auch sein mag: Die Zahl der Gäste, die auf den Wiesen grillen, hat in den vergangenen Jahren so zugenommen, dass sich an so manchem Wochenende die Luft im Strandbad in eine einzige Dampfwolke verwandelt, die das gesamte Gelände in Rauch hüllt.

Sicherlich, schon das Wort Nutzungsordnung klingt nach starrem Regelwerk, statt Freiheit und unbeschwertem Genuss. Aber sie ist eben leider unverzichtbar. Damit dieses Kleinod im Süden unserer Stadt noch lange und für möglichst viele Generationen erhalten bleibt.