Neckarau

Niederfeld Spielplätze in der Sonnigen Au sowie in der Lohengrinstraße wieder geöffnet / Neue Geräte mit Pflanzenbewuchs unterstreichen Dschungelcharakter

Klettergerüste, Rutschen und Federwipptiere

Archivartikel

Frohe Kunde für die Kinder aus dem Niederfeld: Der ehemalige Dschungelspielplatz an der Sonnigen Au ist wieder eröffnet. Die alten, vor rund zwanzig Jahren handgeschnitzten Holzspielelemente sind abgebaut und die neuen Geräte aus Robinienholz bereits installiert und die Fundamente ausgehärtet. Die Kinder können seit einigen Tagen den Spielplatz stürmen.

Monika Egner vom Kindergarten Kinderburg in der Wolframstraße, geht mit ihrer Gruppe regelmäßig auf dem Weg zum wöchentlichen Waldparktag hier vorbei und erzählt: „Alle Kinder freuen sich, dass der Spielplatz endlich offen ist.“

Widerstandsfähiges Holz

Das widerstandsfähige Holz der Robinie ist biegsam, fest und äußerst hart. Es gilt als dauerhafter als Eichenholz, bleibt stabil auch ohne chemische Konservierung und gilt derzeit als Alternative zu Tropenhölzern. Schwieriger ist dagegen die Bearbeitung der runden Hölzer, die ein aufwändiges betonreiches Fundament verlangen. Der Spielplatz bietet ein Spielelement, auf dem man über eine Mulde balancieren kann und ein Feder-Wipptier für mehrere Kinder gleichzeitig. Am Rand hat man Sitzplätze aus Sandstein eingerichtet, die teilweise mit einer Holz-Pergola überdacht sind. Daran sollen, wie die Stadtverwaltung erläutert, Pflanzen hochwachsen, die den Dschungel-Charakter unterstreichen sollen. Im Mittelpunkt des inzwischen von dem alten Pflanzenbewuchs befreiten Platz steht ein über zweieinhalb Meter hohes Baumhaus auf Stelzen mit schönem Rundblick. Genau an diesem Baumhaus scheiden sich die Geister. Das Prachtstück freut die kleinen Kletterer, aber beunruhigt die Anwohner.

So fürchtet die in unmittelbarer Nachbarschaft lebende Familie Artz um ihr Anwesen. Mögliche Einbrecher hätten vom Baumhaus einen hervorragenden Einblick nicht nur in ihren Garten, sondern auch in ihr Haus.

Anwohner haben Bedenken

Angesprochen auf diese Bedenken teilt die Stadtverwaltung auf Anfrage dieser Zeitung mit: „Der Fachbereich Grünflächen und Umwelt kennt den Wunsch einer Anwohnerin nach einem von außen nicht einsehbaren Garten. Das Baumhaus ist jedoch für die Qualität des Spielplatzes ein wichtiger Faktor“.

Die Anwohner wollen jetzt erst einmal abwarten und sehen, wie sich die Dinge entwickeln.

Auch der Spielplatz in der Lohengrinstraße mit dem Thema „Baustelle“ ist erneuert worden. Hier hat man ein neues Spielgerät mit einem Seilzug zum Sandtransport und einer Rutsche eingebaut.