Neckarau

Neckarau Ausverkauftes Haus bei der Pilwe Nacht im Großkraftwerk (GKM)

Narrengilde feiert Mischung aus Maskenball und Büttenreden

Wo ging am Wochenende die Party ab? Natürlich im Casino des GKM (Großkraftwerk Mannheim). Längst gehört sie zur Neckarauer Fasnacht dazu: Die Pilwe Nacht. Als spritzige Mischung aus Maskenball mit Auftritten bekannter Musiker und Büttenredner befreundeter Karnevalsvereine stellt sie eine Besonderheit unter den vielen Fastnachtsveranstaltungen in der Region dar. In der närrischen Nacht der Neckarauer Narrengilde „Die Pilwe“ war Flirten, Feiern, Tanzen und Spaß angesagt. Und so konnte sich Pilwe-Präsident Rolf Braun auch bei der neunten Auflage der traditionellen Veranstaltung wieder über ein „volles Haus“ freuen.

Schrilles Abba-Kostüm

Unter den mehr als 300 fantasievoll bunt kostümierten Gästen begrüßte er den neuen Technischen Leiter des GKM, Gerard Uytdewilligen, den „Neckarauer Bürgermeister“, alias Bürgerserviceleiter Walter Mc David, und den „Neckarauer Polizeipräsidenten“, den Revierleiter Elmar Hörsch.

Auch in der jüngsten Auflage der weit über Neckarau hinaus beliebten Veranstaltung ging es von Beginn an musikalisch und karnevalistisch schwer zur Sache. Und so herrschte von Anfang an allerbeste Laune. Dafür sorgte die Band „Happyness Voice“ Bei ihren flotten Rhythmen kam sehr schnell eine lockere und energiegeladene Stimmung auf. Das Repertoire aus Evergreens, Pop-Oldies und aktuellen Hits sorgte für Tanzlaune und ein stets volles Parkett.

Den Saal zum Kochen brachte „De Tal Ötzi“ Peter Lingenfeld. Bei seinen mitreißenden Liedern, wie „I sing a Liad für di“ oder „Sweet Caroline“, sangen alle im Saal mit, schwenkten begeistert ihre Arme und drehten sich im Kreis.

„Schlagerfuzzi“ Günther Dudenhöffer stand im schrillen Abba-Outfit auf der Bühne und sang „al dente“, frei übersetzt mit „ohne Zähne“, eine Liebeslied für seine betagte Freundin: „See you later my Rollator“. Auch das Mannheimer Duo „Babbel net“ mit Horst Siegholt und Peter Karg als „Filsbacher“ und „Dr. Fred von der Flachzange“ sorgte für Lachsalven mit einem komischen Fußballdialog, bei dem „Filsbacher“ Strafraum und Manndeckung mit einem Besuch bei der Domina verwechselte oder den Mann mit der Fahne an der Ecke mit einem stark alkoholisierten Trinker. „Aber scheiß drauf, Fasnacht ist nur einmal im Jahr“, gröhlte er ins lachende Publikum. Es dauerte nicht lange, bis sich einer zu Wort meldete, dessen Begleitname inzwischen zum Markenzeichen von Klamauk, Fasnacht und Witz geworden ist: „De Härtschd vum Dahnertal“, Oliver Betzer. Der als kleiner Bub neugierig durch das Schlüsselloch des elterlichen Schlafzimmers spitzelt und sich so seinen eigenen Reim macht auf das, was sein „Papilin“ und seine „Mamilin“ da so treiben.

Sängerin Tamara Pusch heizte den Festbesuchern mit einem Mix aus Schlagern und Popsongs noch mal richtig ein: „Heute Abend wollen wir feiern“ und „Das ist Wahnsinn“. Auch nach dem Auftritt von Charles Shaw (die Stimme vom Erfolgsduo Milli Vanilli) war längst noch nicht Schluss. Bis in die späte Nacht wurde das Tanzbein geschwungen.

Die Gäste waren begeistert: Erika Lederle aus der Neckarstadt gehört zu den Stammgästen: Schon das sechste oder siebte Mal ist sie dabei, weil ihr „die Mischung aus Auftritten und Tanzen gefällt“. Michael Thorn aus Neckarau ist das erste Mal zu Gast bei der Pilwe Nacht. „Das gefällt mir sehr gut, es ist eine tolle Stimmung“, schwärmte er.

Info: Fotostrecke unter morgenweb.de/Neckarau