Neckarau

Neckarau Konzertreise der Chorgemeinschaft von Volker Schneider nach Tschechien / Sängerhalle Germania 1879 Neckarau mit zahlreichen Aktiven dabei

Neuer Höhepunkt eines langen Dirigenten-Lebens

Archivartikel

Volker Schneider, in der gesamten Region renommierter Chorleiter aus Passion, feiert in diesem Jahr sein 50. Dirigentenjubiläum. Aus diesem Anlass organisierte er – neben zahlreichen anderen Veranstaltungen natürlich – eine Konzertreise seiner Chöre nach Tschechien. Unterwegs sind 170 Teilnehmer aus dem Odenwald, der Bergstraße und aus Mannheim, darunter auch die Sängerhalle Germania 1879 Mannheim-Neckarau, die Schneider seit 34 Jahren dirigiert. Mit dabei auch Orgelvirtuose Franz Lambert, mit dem ihn eine langjährige Freundschaft verbindet.

Im Laufe seiner Tätigkeit unternimmt Schneider viele Chorreisen. So nach Italien, Brasilien, China und Russland. Die jetzige nach Tschechien wird dennoch „ein Höhepunkt in der musikalischen Laufbahn von Volker Schneider“, konstatiert Chronist Erich Leinen in seinem anschaulichen Bericht über die Reise.

Höhepunkt der Reise: Das zweistündige Konzert in der Barockkirche Sankt Anna in Sedlec, begleitet von Lambert. Nach seiner Eröffnung an der Wersi-Orgel präsentiert der Männerchor stimmgewaltig den auf das Egerland umgetexteten „Sängergruß“ sowie „Morgenrot“ und „Abendfrieden“. Es folgen „Es läutet zum Ave Maria“, „Dona Maria“ und – dies mit dem Publikum – „Freude, schöner Götterfunke“. „In der atemberaubenden Akustik der Kirche erzeugen die Vorträge Gänsehautstimmung“, berichtet Erich Leinen.

Der Frauenchor bringt die Zuhörer mit „Träume von der Moldau“ zum Schwelgen, bevor die gesamte Sängerschar aus weit mehr als 100 Aktiven unter Leitung Schneiders mit ihren Vorträgen im Kirchenraum ihre ganze Klangvielfalt entfaltet.

Bei dem Lied „Sa Ra Ba Na Va Na“, einem indischen Mantra, ergänzen die Solisten Werner Stein (Tenor) und Antonia Schuchardt (Sopran) den Chor. Es folgen weitere Vorträge der Solisten, von Lambert begleitet: „The Rose“ und „O mio babino caro“ (Antonia Schuchardt), „Alle Tage ist kein Sonntag“ (Werner Stein) und „Lippen schweigen“ (Duett).

Als Überraschungsgast ist die ehemalige deutsche Weinprinzessin Charlotte Freiberger vom gleichnamigen Weingut in Heppenheim angereist. Sie bezaubert das Publikum auf der Violine, von Lambert begleitet, mit „Danke für die Zeit“ und „Küss mich, halt mich, lieb mich“.

Franz Lambert spielt an seiner Wersi-Orgel – er hatte die „Louvre“ nach Tschechien mitgenommen – zum Abschluss die „Dornenvögel-Rhapsodie“ und „Hallelujah“ von Leonhard Cohen. Ein stürmischer, nicht enden wollender Applaus des Publikums in der voll besetzten Kirche belohnt die Akteure des Konzerts. Sein Erlös wird für die Renovierung der Kirche gespendet. -tin