Neckarau

Süd/Neckarau Kinder und Eltern gestalten mit

Spielplatz soll viel schöner werden

Archivartikel

Im Jahr 2021 soll der Kinderspielplatz Friedelsheimer Straße in Neckarau saniert werden. Dazu sind nun Kinder, Jugendliche und ihre Eltern jetzt zu einer Beteiligungsaktion vor Ort eingeladen worden. An zwei Tagen überprüften alle gemeinsam die Arbeitsergebnisse der Aktion „Wir machen den Spielplatz schöner“ aus dem vergangenen Jahr und ergänzten sie mit neuen Ideen.

Birgit Schreiber, die Kinderbeauftragte der Stadt, fasst die wichtigsten Ergebnisse der Beteiligungsaktion zusammen. So soll der Spielplatz einen geschützten Spiel- und Aufenthaltsbereich bekommen, der Kinder und Familien zum Verweilen einlädt. Die Kinder monierten zudem, dass Geräte zum Klettern und Rutschen fehlten. Das Sandspielangebot sei am falschen Platz, und der Bodenbelag des Bolzplatzes müsse dringend erneuert werden. Jungs und Mädchen wollen sich auf dem Platz nicht nur mit dem Fuß- oder Basketball, sondern auch auf Rollen und Rädern bewegen können.

Direkt an der Straße

Der Spielplatz liegt mitten im Gewerbegebiet und direkt an einer Hauptverkehrsstraße. Die Lage mache es zu einer großen Herausforderung, ihn attraktiv zu gestalten. Dafür stehen dem städtischen Eigenbetrieb Stadtraumservice für 2020/2021 40 000 Euro zur Verfügung. „Das wird nicht reichen“, stellt die Vorsitzende der Lokalen Agenda 21 Neckarau, Gabriele Thirion-Brenneisen, fest. Gemeinsam mit der Wilhelm-Wundt-Grundschule und dem Jugendtreff Neckarau setzt sich die Agenda-Gruppe für eine Aufwertung des Terrains ein. In die Gegend rund um den Spielplatz seien in letzter Zeit viele Familien mit Migrationshintergrund gezogen. „Diese Kinder haben nicht die Unterstützung, die sie eigentlich benötigen“, stellt Rudi Strunk, Erster Vorsitzender des Fördervereins Jugendtreff Neckarau fest, „von daher rufen wir die umliegenden Firmen auf, mit Spenden und Sponsoring bei der Finanzierung zu helfen.

Unkraut beseitigt

Bürgerbeteiligung werde ja in mit Corona-Zeiten zu einer Herausforderung. „Umso erfreulicher war es, das wir trotz der Einschränkungen nahtlos an der Aktion ‚Wir machen den Spielplatz schöner‘ vom letzten Jahr anknüpfen konnten“, berichtet Jasmin Heuer von der Wilhelm-Wundt-Grundschule. Die Arbeitsergebnisse von damals wurden nicht nur mit Kindern und Jugendlichen, sondern auch mit Eltern vor Ort überprüft und aktualisiert. Im Rahmen einer Projektwoche hatten zuvor Schüler der Wilhelm-Wundt-Grundschule Unkraut beseitigt, Stelen und Bänke bunt bemalt, ein Hüpfspiel aufgezeichnet, zwei Hochbeete aufgestellt und bepflanzt sowie Schilder mit Spielplatzregeln aufgehängt.

Mithilfe des Bezirksbeirates Neckarau konnte zudem eine Tisch-Bank-Kombination finanziert werden. Im nächsten Schritt will die Stadt mithilfe der Beteiligungsergebnisse einen Vorentwurf erarbeiten, den sich die Beteiligten dann im Herbst anschauen und kommentieren sollen. Die Umsetzung ist dann für nächstes Jahr vorgesehen.