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Herzogenried Versammlung des „Stammtisch Centro Verde“ beschäftigt sich mit Einkaufszentrum / Liebert übernimmt erneut Amt

Initiative hat neuen Sprecher

Archivartikel

Aufgrund neuer beruflicher Herausforderungen sahen sich die beiden Sprecher der Bürgerinitiative „Stammtisch Centro Verde“, Martin Rapp und Guido Waimann, nicht mehr in der Lage, in ihren Ämtern weiterhin aktiv zu sein. Daraufhin erklärte sich Hans-Jürg Liebert, der frühere Sprecher der Bürgerinitiative, beim Frühjahrsstammtisch der Bürgerinitiative bereit, erneut das Amt zu übernehmen.

„2013 wurde die Bürgerinitiative gegründet zum Kampf gegen die geplante Buslinie durch Centro Verde“, berichtete Liebert. Nachdem dieses Problem vom Tisch war und auch die gewünschte Verkehrsberuhigung und auch ein breiterer Gehweg zur Sicherheit der Kinder auf dem Weg zur Schule an der Straße An der Radrennbahn verwirklicht waren, habe er vor zwei Jahren seine Aufgabe als erledigt angesehen.

Doch nun beschäftige die Bewohner im Herzogenried die Zukunft des Einkaufszentrums (EKZ) am Ulmenweg. Wie Liebert erklärte, gebe es zwei Gebäudebereiche und zwei Investorengruppen. Das eine sei das ehemalige Bürogebäude der GBG im Besitz von Egon Scheuermann von Boxheimer & Scheuermann, das andere der Supermarkt Aroma und Wohnungen im Besitz der Eigentümergemeinschaft Bettels. Vor einem Jahr hätten die Investoren ihre Pläne vorgestellt bei der Bezirksbeiratssitzung Neckarstadt-Ost (wir berichteten) und zuletzt noch einmal bei einem Gespräch von Quartiermanagerin Yennifer Yeboah, Thomas Trüper von der Interessengemeinschaft Herzogenried und ihm als Vertreter der Bürgerinitiative „Stammtisch Centro Verde“ mit der Wirtschaftsförderung.

„Die Pläne von Investor Egon Scheuermann sind super“, so Liebert. Bis Herbst 2019 sollten danach im früheren GBG-Gebäude barrierefreie Wohnungen, Arztpraxen und eine Apotheke entstehen und die früheren GBG-Garagen abgebaut werden. „Doch nichts ist passiert“, kritisierte Liebert. Keiner wisse, wann die Garagen zwischen EKZ und Lidl abgerissen würden. Es gebe noch keinen Vertrag mit der Stadt über die Garagen. Die Pläne der Eigentümergemeinschaft Bettels, die im EKZ die meisten Gebäude besitzt, seien zwar bescheidener, aber passiert sei auch hier nichts. Nur das Maxx werde derzeit umgebaut.

Zeitfaktor als Problem

Nach jetziger Planung gehe, so Hans-Jürg Liebert, Aroma im Januar 2020 raus. Der Umbau zu Rewe werde dann neun Monate dauern. Wegen der Schulkinderbetreuung in den Räumen des ehemaligen „Roll In“ liefen zurzeit Gespräche über eine längerfristige Lösung. Zum Stand beim leerstehenden, früheren VR Bank-Gebäude erklärte Liebert, die Verhandlungen mit einem Unternehmen liefen. Problem sei der Zeitfaktor. Nach seinen Informationen soll dort eine Bäckerei mit Café und Außenbewirtschaftung entstehen. Doch der neue Mieter sei zurückhaltend, weil es von der Stadt noch keine Zusage gebe für die geplanten fünf Kurzparkplätze. Es gebe bisher nur eine mündliche Zusage. Der Döner-Imbiss-Besitzer werde voraussichtlich im Juni 2019 rausgehen.

Ein weiteres Thema war die Grünfläche am Spielplatz, die im Juli und August meist eine verbrannte Fläche ist und vergangenen Sommer besonders gelitten hat. Rapp, der wiederholt in Kontakt mit dem Grünflächenamt stand, berichtete, laut Amtsleiter Klaus Schwennen sei eine Grundsanierung nicht möglich, da der Boden verdichtet und sandig sei. Doch Schwennen habe versprochen, dort nachzusäen.

Die Hoffnung, dass der von der Ausstattung her karge Spielplatz durch ein paar Baumstämme zum Klettern aufgewertet wird, habe sich nicht erfüllt. Aus Kostengründen abgelehnt habe das Grünflächenamt das Pflanzen von Bäumen zur Beschattung der Edelstahlrutsche, die bei Sonnenbestrahlung sehr heiß werde und nicht benutzt werden könne. Bezirksbeirätin Stefanie Heß (Grüne) schlug vor, den Bezirksbeirat um Unterstützung zu bitten. Erfreulich für Rapp ist, dass im Sommer eine Car-Sharing-Station am Restaurant „Maxims“ eingerichtet wird. Das erspare vielen ein Zweitauto und lindere die Parkplatznot im Centro Verde.