Neckarstadt-Ost / Wohlgelegen / Herzogenried

Neckarstadt Kinder-Musical in der Melanchthonkirche

Intrigen bei Hofe auf der Bühne

Archivartikel

Auch nach 3000 Jahren ist der biblische König Salomo noch immer bekannt für seine Weisheit, aber auch für die Pracht seines Hofes und der seidenen Gewänder – Stoff, der sich für ein Musical eignet. „König Salomo und die Lilien auf dem Felde“, ein Kinder-Musical von Ronald Klein, Klaus Wallrath und Hartmut Greiling wurde von den Melanchthon-Kinderchören äußerst farbenfroh auf die Bühne der Melanchthonkirche gebracht.

„König Salomo war nicht nur klug, er war weise, so dass sich die Königin von Saba auf den Weg zu ihm machte“, so Christiane Brasse-Nothdurft, musikalische Leiterin und Erzählerin in einem. Die Geschichte beginnt in der heutigen Zeit. Zwei Nonnen träumen im kargen Kloster von der Pracht am Hofe. Sie wünschen sich so sehr, Salomo zu treffen, dass sie am nächsten Morgen tatsächlich an einem fremden Ort aufwachen, nämlich am Hofe Davids. „Einst war König David unser großer Held“, singt der Chor im Hintergrund, der hauptsächlich aus Kindern besteht, die das Volk Israel spielen. Das Originelle daran ist, dass auch die Hauptfiguren, die gerade keine Szene haben, im Chor mitwirken. Sobald sie den Chor verlassen, schlüpfen sie in ihre Rolle.

Fünf Monate lang geprobt

Am Hofe gibt es nicht nur Glanz, sondern auch Intrigen. König David hat nämlich gleich zwei „Lieblingsfrauen“ mit jeweils einem Sohn, den die Mutter gern auf dem Thron sehen würde. Die listige Batseba bringt ihren Sohn Salomo auf den Thron und beseitigt kurzerhand die Konkurrenz. Der Höhepunkt des Musicals ist der glanzvolle Schluss, als die Königin von Saba anreist, mit Gefolge und Kamel. Im Publikum saßen die Eltern und Angehörigen der Chorkinder. „Mein Sohn Michael ist sechs Jahre alt und war zum ersten Mal dabei. Fünf Monate lang wurde geprobt, heute vor der Aufführung hatte er richtig Lampenfieber“, sagte Vater Wilfried Schobel. Insgesamt wirkten 35 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren aus zwei Chören mit, Regie führte Paula Franke. Kge