Neckarstadt-Ost / Wohlgelegen / Herzogenried

Neckarstadt Melanchthon-Kinderchöre begeistern bei zwei Vorstellungen mit einem riesigen Repertoire

Liederreise durch Europa

Archivartikel

Nach sechsmonatiger, intensiver Vorbereitungszeit sorgten die Melanchthon-Kinderchöre unter Leitung von Kirchenmusikdirektorin Christiane Brasse-Nothdurft und mit musikalischer Unterstützung durch fünf Profi-Musiker im Gemeindehaus der evangelischen Kirche mit einer Liederreise durch Europa für einen besonderen Höhepunkt.

Die 35 hochmotivierten Mitwirkenden der Kinderchöre begeisterten in zwei Abendvorstellungen vor knapp 300 Besuchern mit Volksliedern, Tanzliedern, Bewegungsliedern, Seemannsliedern, Spaßliedern, Nonsens-Liedern, Kanons und einem kunstvollen Lied von Johannes Brahms. Arrangiert hatte dies Peter Schindler, der mit seinen Musicals „Geisterstunde auf Schloss Eulenstein“ und „Max und die Käsebande“ bekanntgeworden ist. „Die Melanchthon-Kinderchöre sind – nach den Vokalhelden der Berliner Philharmoniker – erst der zweite Kinderchor in Deutschland, der diese Lieder im Original aufführt“, betonte die Kirchenmusikdirektorin.

Gesungen wurde in zehn europäischen Sprachen von England über Spanien bis nach Russland. Für Begeisterung sorgten wunderbare Songs und international-groovige Musik, tolle Gesangseinlagen der Solisten sowie ein farbenprächtiges und stimmungsvolles Bühnenbild.

Instrumental begleitet wurde die Liederreise von Alexandra Lehmler am Saxofon, Matthias Debus am Bass, Cristiane Gavazzoni am Schlagzeug, Laurent Leroi am Akkordeon und Natacha Gaudet am Klavier. Mit Musik und Tanz verzauberten die jungen Sänger und das hochkarätige Instrumentalquintett das begeisterte Publikum.

Publikum aus dem Häuschen

Dass man auch bei Erwachsenen die Fantasie beflügeln kann, zeigte eindrucksvoll der Chor, der den Abend mit einem deutschen Morgengruß eröffnete. Mit modernen Liedern und gängigen Songs entführte er das Publikum in die Welt von Michael Finnigan (England), und „Frère Jacques“ (Frankreich) und erzeugte so eine gelöste Stimmung bei den Zuhörern.

Die jungen Sänger und Sängerinnen verführten die Zuhörer stimmlich ausgewogen mit Stücken, die nach dem fetzigen „Jimba, jimba“ und einer „Kaperfahrt“ (Niederlande) im Schunkelrhythmus über Griechenland zur zauberhaften „Milice“ in Serbien führte. So wurden auch spannende Geschichten wie „Daglar gibi“ (Türkei) und „La Danza del Serpente“ (Italien) stimmig interpretiert und mit viel Freude vorgetragen.

Als der letzte Ton des Liedes „Guten Abend, gut Nacht“ verklungen war und riesiger Applaus auf die Akteure niederprasselte, strahlten alle 35 mitwirkenden Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren um die Wette. Das monatelange Proben hatte sich wahrlich gelohnt: Nicht nur die Texte und Melodien waren perfekt einstudiert, sondern mit viel Ausdauer und großer Begeisterung waren sie zu jungen Schauspielern und Tänzern geworden und hatten sich so die Anerkennung der Zuschauer wahrlich verdient.