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Herzogenried „DANCE!-Freestyle-Workshop“ des Jugendhauses mit 20 Teilnehmerinnen

Mädchen lernen Tanzschritte

Tanzen fördert nicht nur das Körpergefühl und die Fitness, sondern stärkt auch das Selbstbewusstsein. Entsprechende Workshops gehören daher seit langem zum Angebot der Jugendhäuser der Stadt Mannheim. Die Mitarbeiter wollen den lokalen Tanznachwuchs fördern und ihm eine Plattform geben.

Der „DANCE!-Freestyle-Workshop“ des Jugendhauses Herzogenried richtete sich ausschließlich an Mädchen. „Wir bieten den Kurs bewusst nur für Mädchen an, sie sollen sich geborgen fühlen und Wertschätzung erfahren“, erklärte Organisatorin Ariane Reiter. Viele Tanzstile des Streetdance würden meist von männlichen Tänzern dominiert. Ziel des Workshops sei es, dass die jungen Frauen in einer entspannten Atmosphäre neue Techniken ausprobieren könnten. Damit solle ihnen Mut gemacht werden, auch an Wettbewerben außerhalb einer reinen Mädchenveranstaltung teilzunehmen. „Die Themen des heutigen Tages sind das Ergebnis einer Umfrage während des letzten Contests“, berichtete Reiter. Dabei habe es ein großes Interesse an den Bereichen „Afro-Dance und Dancehall“ und „House-Dance“ gegeben.

Gefühle zeigen

Jo Escobar und Saraï Karukera Patisson sind feste Größen in der urbanen Tanzszene. „Die Mädchen sollen experimentieren und neue Seiten an sich erkennen“, erklärte Escobar, die den Kurs „Feeling und Musikalität“ leitete. Sie wolle die Mädchen ermutigen, beim Tanzen Gefühle wie Freude, Angst aber auch Traurigkeit zuzulassen. „Mein Unterricht soll Individualität und Kreativität wecken“ bestätigte Patisson. Neben der Pädagogik ging es aber vor allem um Spaß am Rhythmus und der Bewegung.

Schon beim Aufwärmtraining mit Anna Müller von der Jugendförderung der Stadt kamen die Ersten ins Schwitzen. Über 20 Teilnehmerinnen aus der gesamten Region waren gekommen, um neue Moves und Schritte zu lernen. Einige besuchen regelmäßig die Workshops des Jugendhauses, andere waren das erste Mal dabei. Während sich manche Mädchen schon fast professionell im Rhythmus der Musik bewegten, machten andere eher zaghafte Versuche. Trainerin Ina Scheid sah kein Problem darin, sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene zu unterrichten: „Wir können uns auf alle Leistungsstufen individuell einstellen“, versprach sie. Von einzelnen Schrittfolgen bis zu größeren Choreographien gaben die Tanzpädagoginnen den Takt vor.

Wer nach dem anstrengenden Tag noch genug Energie hatte, zeigte das Erlernte stolz bei der gemeinsamen Tanzsession. Diejenigen, die sich etwas mehr Ruhe wünschten, fanden zum Abschluss Entspannung beim Yoga.