Neckarstadt-Ost / Wohlgelegen / Herzogenried

Herzogenried Zukunft der Anlage beschäftigt Ortsverein

SPD mit Park-Planung unzufrieden

Archivartikel

Die Zukunft des Herzogenriedparks bleibt in der öffentlichen Debatte. Auch nach der Sitzung des Bezirksbeirats Anfang November (wir berichteten) sind die Sozialdemokraten unzufrieden über den Stand der Planungen und Umsetzungen des Bürgerbeteiligungsprozesses. „Der Herzogenriedpark ist das Naherholungsgebiet der Neckarstadt und die grüne Lunge für den Mannheimer Norden – das spiegelt sich aber nicht im Budget der derzeitigen Planungen wieder“, kritisiert Bezirksbeirat Sascha Brüning in einer öffentlichen Mitteilung den Stand der Dinge. Der Sprecher der SPD im Bezirksbeirat, Hans Georg Dech, ergänzt: „Auch wenn sich beide Parks nicht vergleichen lassen, sieht man doch am Investitionsvolumen – 77 Millionen bis 2025 (Luisenpark) zu 1,9 Millionen bis 2020 (Herzogenriedpark) –, dass die Parks bei weitem nicht gleichwertig behandelt werden.“

„Schnell nacharbeiten“

Ebenfalls unzufrieden zeigte sich der Neckarstädter Stadtrat Reinhold Götz. Zwar habe sich seit der letzten Präsentation im Ausschuss für Umwelt und Technik Bewegung in der Sache gezeigt, dennoch fehle im Gegensatz zum Luisenpark nach wie vor ein seit Wochen gefordertes, umfassendes Konzept mit einer detaillierten Finanzplanung für den Herzogenriedpark. Es könne nicht sein, dass der Herzogenriedpark beim 50-jährigen Jubiläum beider Stadtparks im Jahre 2025 überhaupt nicht berücksichtigt werden solle. „Hier muss schnell nachgearbeitet werden“, führt der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Gemeinderatsfraktion weiter aus.

Besonders das Fehlen des Grünen Klassenzimmers in den bisherigen Planungen stößt der SPD-Fraktion sauer auf. Die Grüne Schule werde einer Bedarfsanalyse unterzogen, hatte der Parkchef angekündigt. „Der Beteiligungsprozess hat aber eindeutig gezeigt, dass das Grüne Klassenzimmer von der Bevölkerung gewünscht ist, die Notwendigkeit einer Bedarfsanalyse ist in diesem Punkt fragwürdig“, so Brüning in der Stellungnahme der Partei.

„Satellitenstatus ungeklärt“

Auch die Frage nach dem „Satellitenstatus“ des Parks (Einbezug zur Bundesgartenschau) sei nicht geklärt und auf die Buga-Planungsgesellschaft verwiesen worden, kritisieren die Sozialdemokraten. Der Ortsvereinsvorsitzende der SPD Neckarstadt-Ost, Belamir Evisen, zeigt sich nach der Sitzung daher ebenfalls unzufrieden: Leider würden viele von den Bürgern im Beteiligungsprozess erarbeitete Projekte fehlen oder sollen einer Prüfung unterzogen werden, obwohl der Parkchef die Umsetzung zugesagt hätte. „Wir werden nicht zulassen, dass die Ergebnisse des Beteiligungsprozesses missachtet werden“, verspricht Evisen dranzubleiben. aph