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Herzogenried Arbeitsgruppe sucht in der Aula der Integrierten Gesamtschule nach Lösungen für die Zukunft der Grünanlage / Entwicklungskonzept als Ziel

Stadtpark: eifrig Anregungen gesammelt

Archivartikel

„Wir wollen die Bürger beteiligen bei der Suche, wie es künftig im Herzogenriedpark aussieht“, erklärte der Geschäftsführer der Stadtpark-Gesellschaft, Joachim Költzsch, zu Beginn der Veranstaltung in der Aula der Integrierten Gesamtschule Herzogenried. Das Angebot kam an: Eine ansehnliche Zahl an Bürgern interessierte sich für die Entwicklung der Grünanlage.

Rund 60 Personen trafen sich – eine gute Mischung aus Vertretern der Stadt, von Versicherungen und Gesundheitsbehörden und nicht zuletzt interessierten Bürgern, denen „der Herzogenriedpark am Herzen liegt“, so Költzsch in seiner Einführung. „Die Parks haben für die Zukunft nicht nur der Stadtteile eine große Bedeutung“, fügte die zuständige Bürgermeisterin Felicitas Kubala hinzu. Die Parks sollen auch in Zukunft viel Freude bereiten. Für das Konzept einer neuen Parkgestaltung wurden 1,9 Millionen Euro aus dem Haushalt genehmigt. Wenn auch noch einige Fragen, wie etwa, was mit der Multihalle geschieht, offen sind, so kann doch ausgelotet werden, wie die Stadtparks für die Zukunft ertüchtigt werden.

Mit einer Ideensammlung unter der Moderation des Instituts für Kooperative Planung und Sportentwicklung Stuttgart (ikps) begann die Bürgerbeteiligung. An Pinnwänden waren sechs verschiedene Themenbereiche ausgewählt, zu denen sich jeder äußern konnte. Bei der Gruppenarbeit herrschte eine rege Beteiligung. Da wurde auch schon einmal kontrovers über das eine oder andere Thema diskutiert.

Sechs Themenbereiche waren gewählt worden, um die Diskussion zu steuern. Da ging es um Gesundheit, Bewegung und Sport, Spielen für Jung und Alt, Ruhe, Erholung und Entspannung, Naturerlebnis, Bildung und Lernen, die Rahmenbedingungen, wie etwa Öffnungszeiten oder Gastronomie und der Bereich Sonstiges. Stefan Eckl vom ikps fand zu den jeweiligen Punkten Beispiele aus anderen Parks in Deutschland, wie so etwas konkret aussehen könnte.

Alte Bäume erhalten

Mit grünen Karteikarten konnten die Teilnehmer festhalten, was ihnen gut am Herzogenriedpark gefällt. Auf roten, wo es am vorhandenen Angebot Verbesserungsvorschläge gibt. Auf blauen Karten durften weitere Ideen vermerkt werden. Innerhalb kürzester Zeit waren an den Wänden viele Karteikarten angeheftet worden. Am Beispiel Naturerlebnis wurde deutlich, dass die Bienenwiese sehr gut bewertet wurde. Auch die alten Bäume sollten unbedingt erhalten bleiben. Auch die Boulebahn erhielt positiven Zuspruch. Dagegen sollte die Bepflanzung des Bauerngartens neu überdacht werden.

Bemängelt wurde, dass kein urbanes Gärtnern in dem Park möglich ist. Der Fokus sollte mehr auf Ästhetik und Schönheit der Pflanzen gelegt werde. Neu angeregt wurde unter diesem Schwerpunkt Naturerlebnis eine Trainingsstrecke für Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Es sollten Anwohnern das Gärtnern ermöglicht werden. Mit einem beschrifteten Lehrpfad für Kinder könnten heimische Pflanzen besser deutlich und erkennbar gemacht werden.

Am Ende hielt Eckl fest, dass die blauen Karten, also diejenigen auf denen neue Ideen angeregt wurden, überwogen. Anschließend durfte jeder Teilnehmer die einzelnen Anregungen bewerten.

Die Aufgabe des ikps ist es nun, die Ideen bis zum nächsten Workshop, der am 21 November stattfindet, auszuwerten. Bis zum Januar nächsten Jahres könnte ein Entwicklungskonzept erarbeitet sein, um den Herzogenriedpark für die Bevölkerung auch in Zukunft attraktiv zu gestalten.