Neckarstadt-Ost / Wohlgelegen / Herzogenried

Neckarstadt Hofflohmarkt „Neckarschätze“ im Stadtteil

Trödel-Kauf als Ereignis

Archivartikel

Am Samstag, 21. Juli, öffnen mehr als 90 Hausgemeinschaften in der Neckarstadt zwischen 11 und 16 Uhr ihre Höfe, Vorgärten oder Gemeinschaftsräume und präsentieren ihre „Neckarschätze“. Die Grundidee dieses größten Hoffflohmarktes in Mannheim, der 2017 von Christin Fuchs gestartet wurde, ist: Statt Nicht-Mehr-Gebrauchtes, Trödel, Angestaubtes oder Satt-Gesehenes ins Auto zu packen und einen Flohmarkt anzusteuern, richtet man die Sachen entspannt und in netter Gesellschaft im eigenen Hof her. Interessierte Besucher flanieren durch das Viertel, stöbern nach Kellerschätzen und nutzen die Gelegenheit, den Kiez und seine Höfe so intim zu entdecken wie es sonst selten möglich ist.

Nachbarn kennen lernen

Neben Stöbern und Schnäppchenjägerei bietet dieser Tag die Gelegenheit, Nachbarn besser kennenzulernen und mehr über diejenigen zu erfahren, die man täglich im Hausflur oder beim Bäcker aus Gewohnheit grüßt. Da backen die Kinder aus der Uhlandstraße zusammen Waffeln, im nächsten Hof treffen sich ehemalige Anwohner aus vergangenen Jahrzehnten und im Eckhaus wird parallel der Grill angeworfen und ein Hausfest gefeiert. Bei den „Neckarschätzen“ können Menschen wieder zusammen. Der Flohmarkt bietet unter anderem Bewohnern und Bewohnerinnen die Chance, den Stadtteil noch lebens- und liebenswerter zu machen.

Der dritte Hofflohmarkt in der Neckarstadt ist gleichzeitig eine Premiere. Denn: In diesem Jahr kooperieren die „Neckarschätze“ mit der KultTour (siehe Bericht oben). Der Kulturspaziergang findet am selben Tag statt und öffnet direkt im Anschluss an die Schnäppchenjagd seine Tore. ost/red