Neckarstadt-West

Neckarstadt Interkultureller Abend an der Marie-Curie-Realschule

26 Nationen auf der Bühne

Archivartikel

Nein, Lampenfieber vor ihren Auftritten hatten die Schülerinnen und Schüler der 5. bis 7. Klassen vor ihren Aufführungen beim Interkulturellen Abend der Marie-Curie-Schule sicher nicht. Dennoch war in der Turnhalle schon ein wenig die Aufregung und Freude spürbar, etwas vorführen zu dürfen.

„This is my town, this is my City“: Mit dem Klassenlied eröffnete die 5a die Veranstaltung. Sie zeigte damit auch die Vielfältigkeit der Kulturen in der Klasse, die von Schülern aus dem Irak, Kurdistan, Albanien und zum Großteil von Kinder mit türkischen Hintergrund besucht wird. Gemeinschaft aus vielen Nationen muss hier bestehen. Auch die Hip Hop AG der 5a bewies, dass die Schüler mit ganzem Herzen dabei sind. Völlig synchron waren ihre Tanzschritte. Nicht nur tänzerisch zeigten sich die Schüler aus insgesamt 26 Nationen der Marie-Curie-Realschule gut in Form.

Alle arbeiten eng zusammen

„Uhodi dver sakrio“: Das Lied, das von zwei Liebenden handelt, die sich trennen, trug in russischer Sprache Nastja Emelijonov vor. „Semira semira“, die Geschichte eines Kindes, das gerne um die Welt reisen wollte, die Eltern es aber nicht erlaubten, davon erzählte Selam Tesfadde.

„In der Realschule finden 390 Kinder einen Platz zum Lernen“, erklärte Schulleiter Hendrik Tzschaschel. Das Zusammenwachsen der verschiedenen Kulturen geht aber nur mit Hilfe der Eltern und der Kinder. Alle arbeiten gut zusammen, so der Schulleiter. Zusätzlich gibt es in der Diesterwegstraße noch zwei weitere sogenannte VKL-Klassen (Vorbereitungsklassen). Diese besuchen Kinder, die die deutsche Sprache erst lernen müssen. Bereits nach einigen Monaten, so die Erfahrung der Lehrer, sei es diesen Kindern bereits möglich, am Unterricht teilzunehmen. Damit die Gäste in der Turnhalle sich verköstigen konnten, dafür sorgte die Klasse 10 b mit Kuchen und Getränken. Sie finanzieren sich mit den Einnahmen ihr Abschlussfest.

Den ganzen Abend genossen die Besucher die Darbietungen, die ausdrucksvoll vorgetragen wurden. Die Organisation lag bei den Lehrkräften Hatice Cakir und Corinna Schober. Regie führte Konrektorin Friederike Baum. An der Wand der Turnhalle wiesen die Kinder mit selbst gestalteten Bilder auf die jeweiligen Besonderheiten des Landes, aus dem sie gekommen sind, hin.