Neckarstadt-West

Neckarstadt-West Netzwerk Wohnumfeld tagt im Bürgerhaus

Anwohnerparken als Lösung

Archivartikel

Mit Hausmüll Wohnungen in der Elfenstraße heizen, Ärger über die Gelbe Tonne oder mit Trinkern an der Humboldtschule: Im Netzwerk Wohnumfeld des Quartiermanagements Neckarstadt-West gab es für die Bewohner viel zu besprechen. Deutlich wurde: Vor allem die angespannte Situation beim Parken treibt die Anwohner im Stadtteil um.

„Die Neckarstadt-West benötigt ein Überdenken des fehlenden Anwohnerparkens“, so Netzwerksprecher Maik Rügemer bei der gut besuchten Sitzung im Bürgerhaus. Mit dieser Regelung sei man in der Lage, Fehlentwicklungen rund um die Mittelstraße – beispielsweise abgemeldete Fahrzeuge, aber auch im Ausland angemeldete Pkw, die dort lange stehen – zu korrigieren. Bisher, so die Auskunft von Klaus Eberle, zuständiger Fachbereichsleiter der Stadt, könnten abgemeldete Autos bis zu vier Wochen stehenbleiben, ohne das etwas passiere. Mittels Anwohnerparken könnte innerhalb von 24 Stunden gehandelt werden. Rügemer: „Anwohnerparken stellt keine Garantie dar, vereinfacht aber das Finden eines Parkplatzes.“ Die Kosten seien zudem überschaubar mit circa 2,5 Euro pro Monat.

Weiteres Thema: Der vordere Schulhof und das genutzte Rondell sollten nach Meinung der Netzwerkteilnehmer während der Schulzeiten abgeschlossen werden. Dort würden sich Trinker aufhalten. Auch benötige der nachts dunkle Teil des Schulhofes eine Beleuchtung oder müsse in den Abendstunden mit einem Zaun gesichert werden. „Es kann nicht sein, das es noch immer Angsträume gibt“, forderte Rügemer, Maßnahmen nicht hinauszuzögern.

Verbrennen von Hausmüll beklagt

Ein Anwohner, der in der Nähe des Hauses in der Elfenstraße lebt, in dem Müll in Öfen verbrannt wird, klagte über Hustenprobleme. Andere Anwohner bestätigten derartige Beeinträchtigungen. Erneut wurde bei der Sitzung gefordert, etwas gegen die Praktik zu unternehmen – wie das Anbringen von Ventilatoren auf dem Schornstein. Nach Ansicht der Teilnehmer würde dadurch der Rauch in höhere Schichten gebracht, was zu einer Verminderung der Belästigung führen könne. Die Bewohner, das wurde bei der Sitzung klar, fühlen sich hier durch die Stadtverwaltung vertröstet und hingehalten.

Berichtet wurde in der Sitzung zudem über Probleme mit der Gelben Tonne. In älteren Gebäuden fehle oft der Platz oder die Möglichkeit, ein Schloss anzubringen. Die Kommunikation mit den Bürgern könne verbessert werden, wurde zudem betont. Die städtische Abfallwirtschaft sicherte zu, die Situation in der Neckarstadt-West daraufhin zu überprüfen.